30.06.2017, 09:34 Uhr

Verkauft: Frauscher jetzt in der Hand von US-Fonds und Management

Josef Frauscher (rechts) mit Michael Thiel, der das Unternehmen operativ leitet. 60 Prozent der Frauscher Sensortechnik GmbH gehören nun einer US-Finanzfirma. (Foto: Frauscher)

Frauscher Sensortechnik in St. Marienkirchen wechselte den Besitzer. US-Finanzfirma ist nun Mehrheitseigentümer.

ST. MARIENKIRCHEN (ska). Bereits 2015 haben sich Josef Frauscher und Geschäftsführer Michael Thiel auf die Veräußerung der Frauscher Sensortechnik Gruppe im Rahmen eines Management-Buyouts (kurz MBO) geeinigt.

Weil das Management alleine die Übernahme nicht hätte stemmen können, hat die Firma einen Investor gesucht, wie Thiel mitteilt. So hat Greenbriar Equity Group LCC schließlich die Übernahme finanziert. Der Private Equity Fonds in den USA ist nun mit 60 Prozent Mehrheitseigentümer der Frauscher Sensortechnik. Das Management mit Thiel an der Spitze hält 40 Prozent. Thiel, seit 2009 CEO bei Frauscher, wird das Unternehmen weiterhin operativ leiten.

Für die Frauscher-Mitarbeiter in St. Marienkirchen ändere sich durch den Verkauf nichts. Sie sind weiterhin bei der Frauscher Sensortechnik GmbH beschäftigt.

Chance, im amerikanischen Markt durchzustarten

Global gesehen, erwartet sich Frauscher nun gute Möglichkeiten, die eingeschlagene Wachstumstrategie auszubauen. "Unser neuer Partner bringt umfassende Erfahrungen und Beziehungen in der Bahnbranche mit", berichtet Thiel. "Diese sind von großem Wert für uns, da wir unsere Präsenz in Nordamerika weiter ausbauen und in den Märkten vor Ort neue Technologien präsentieren wollen."
Das Netzwerk Greenbiars biete in den USA, einem der größten Wachstumsmärkte weltweit, Vorteile beim Markteinstieg.


Josef Frauscher: "Meine Erwartungen haben sich erfüllt"

Firmengründer Josef Frauscher selbst stand dem anstehenden Generationenwechsel zunächst unsicher gegenüber, wie er sagt. Nach knapp einem Jahr der Veräußerung seines Lebenswerkes müsse er aber festhalten: "Meine Erwartungen haben sich in vollem Umfang erfüllt. Ich treffe täglich auf meine ehemaligen Mitarbeiter und sehe, wie sich das Unternehmen prächtig weiterentwickelt."
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