Mein Fluss: Lebensader der Region
Aus dem Weg: Platz für die Erlauf!

Das renaturierte Flussbett der Kleinen Erlauf im Bereich Gresten Nord gibt dem Fluss mehr Raum, um Hochwässer abfangen zu können.
  • Das renaturierte Flussbett der Kleinen Erlauf im Bereich Gresten Nord gibt dem Fluss mehr Raum, um Hochwässer abfangen zu können.
  • Foto: Reinhold Kefer
  • hochgeladen von Philipp Pöchmann

Im sechsten Teil der Flussserie beleuchten die BEZIRKSBLÄTTER die Renaturierung der Erlauf.

BEZIRK SCHEIBBS. Zurück zur Natur heißt es für die Erlauf. Obwohl die Erlauf in vielen Abschnitten als naturnah zu betrachten ist, gibt es immer wieder Problemstellen. Diese reichen von fehlender Bewaldung an den Ufern, über fehlende Fischaufstiege bis hin zu fehlendem Raum für den Fluss.
Mit einigen Projekten wurde dem bereits entgegengewirkt. Eines dieser Projekte ist die Ausweitung des Gewässerbettes in Gresten, welches 2014 fertiggestellt wurde. Dabei konnten eine größere Tiefen- und Breitenvarianz und unterschiedliche Strömungsmuster und Fließgeschwindigkeiten im Quer- und Längsprofil erreicht werden. Ein natürlicher und auch standorttypischer Uferbewuchs konnte wiederhergestellt werden. Eine Erhöhung der Einstandsmöglichkeiten wurde für Fische bei Hochwasser in strömungsberuhigten Rückzugsbereichen erzielt.

Die Kosten des Umbaus

Die Kosten des Projekts lagen etwa bei einer halben Million Euro. Nur etwa zehn Prozent der gesamten Baukosten mussten von der Marktgemeinde Gresten übernommen werden, die restlichen 90 Prozent an finanziellen Aufwendungen wurden vom Bund und dem Land Niederösterreich übernommen. Die beteiligten Gemeinden Gresten und Gresten Land und die betroffenen Grundeigentümer wurden in das Projekt intensiv mit eingebunden. Das Ingenieurbüro Perzplan und das Büro Freiwasser übernahmen die Projekt-Planung, während die Leopold Kraml GmbH und Gerhard Puchegger Metalltechnik als ausführende Bauunternehmen tätig waren.

Fischwanderhilfen von EU

Ein weiteres Projekt das realisiert wurde, sind Fischwanderhilfen in Bodensdorf in der Gemeinde Wieselburg-Land. Außerdem wurde dort das Flussbett bis zur Wehranlage mittels Buhnen strukturiert.
"Dort befand sich ein 2,20 Meter hoher Steinwurf, welcher 2015 begutachtet wurde vom EU-Projekt für Flussaufstiegshilfen", erzählt Karl Gerstl, Bürgermeister von Wieselburg-Land und führt weiter aus: "Insgesamt wurden dort zwölf Stufen erbaut. Auch bei höherem Wasser setzte keine Ausspülung ein und die Stufen bleiben in ihrer Funktion erhalten. Auch Buhnen wurden eingebaut. Das Projekt ist zu 99 Prozent fertig."
Die Kosten für das gesamte Projekt wurden zu 40 Prozent vom Bund, 40 Prozent von der EU, 10 Prozent vom Land und zu 10 Prozent vom Wasserverband Kleines Erlauftal übernommen. Als nächstes Projekt ist ein Hochwasserschutz in Wieselburg-Land angedacht, welcher im Herbst 2021 fertig sein sollte, wie Karl Gerstl erzählt. Dieses Vorhaben könnte sich "coronabedingt" verzögern.

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