Purgstall: Das Tor zum Ötscherland

Rund um Purgstall an der Erlauf kann man auf gut beschilderten Wanderwegen die Natur des Ötscherlands genießen.
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  • Rund um Purgstall an der Erlauf kann man auf gut beschilderten Wanderwegen die Natur des Ötscherlands genießen.
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PURGSTALL. Die Marktgemeinde Purgstall liegt inmitten der flachen Ausläufer des Alpenvorlandes und der Bergwelt des Ötscherlandes und bietet einen eindrucksvollen Landschaftskontrast für Naturliebhaber, Aktiv-Urlauber und Menschen, die einfach nur die Seele baumeln lassen wollen.

Wanderwege in Purgstall

Im Wanderführer, der am Gemeindeamt erhältlich ist, sind alle neun markierten Purgstaller Rundwanderwege mit einer Gesamtlänge von 120 Kilometern beschrieben.
In Purgstall hat man zum Beispiel mit einem historischen Rundgang durch den Markt unter dem Motto "Herrschen, Hämmern, Handeln", dem Türkensturzweg, dem Steinfeldbergweg, dem Freithöhweg, dem Wanderweg über Feichsen nach Heiligenbrunn, dem Schaubodenweg oder den Feldmühl-Wanderwegen viele tolle Möglichkeiten für eine aktive Freizeitgestaltung.

Unterwegs mit dem Fahrrad

Aber auch mit dem "Drahtesel" lässt sich die Fülle an natürlichen und kulturellen Kostbarkeiten in Purgstall an der Erlauf auf unzähligen Radwegen wunderbar erkunden. Die Ötscherblickstrecke und der Panorama-Höhenweg, zwei beschilderte Familientouren für Mountainbiker auf einer Länge von jeweils etwa 15 Kilometern, garantieren beispielsweise Freizeitspaß für Jung und Alt.

Das Kriegsgefangenenlager und der "Weg des Friedens"

In Schauboden bei Purgstall wurde auf den Flächen des ehemaligen k. u. k. Kriegsgefangenenlagers der vier Kilometer lange "Weg des Friedens" errichtet. Auf Emailtafeln erhält man Einblick über das damalige Lagergeschehen. Der "Weg des Friedens" führt zum Lagerfriedhof. Von dort geht es entlang der Erlaufschlucht zur Station, wo einst der Maler Egon Schiele als Lagerschreiber tätig war. Weiter führt der Weg zum Föhrenhain, wo man schöne Herrenhäuser bewundern kann, die nach Auflösung des Lagers dort errichtet wurden.

Ein Spaziergang in der Natur: Praterweg und Erlaufschlucht

Ein wesentliches Gestaltungselement der Purg-staller Landschaft stellt die Erlaufschlucht dar, wo sich der Fluss im Laufe der Jahrtausende tief in den Schotter eingegraben hat. Seit dem Jahr 1972 gilt die Schlucht aufgrund dessen als Naturdenkmal.
Auf einer Länge von ca. zwei Kilometern wurde der, über Jahrzehnte nicht mehr begehbare, Fischersteig für Besucher wieder zugänglich gemacht. Es gibt mehrere Ein- und Ausstiegsstellen, sodass man auch auf kurzen Teilstrecken dieses Naturerlebnis genießen kann.
Auf beiden Seiten der Erlaufschlucht führt zwischen der Bundesstraße B25 und dem Pratersteg der Praterweg, ein 3,8 Kilometer langer Rundweg, der fast keine Niveauunterschiede aufweist. Auf zwei Aussichtsplattformen wird seit 2005 auch älteren Menschen ein Zugang zur Erlaufschlucht ermöglicht, sodass sie auf diese Weise das Naturdenkmal hautnah und gefahrlos erleben können.
Im Zuge dieser Maßnahme wurde auch der Pratersteg saniert und mit einer Überdachung versehen, wodurch der Steg vor dem Verfall gerettet werden konnte.

Die Sehenswürdigkeiten in Purgstall an der Erlauf

In der Marktgemeinde Purgstall an der Erlauf gibt es einige interessante Gebäude zu entdecken. Die Besucher haben die Möglichkeit, auf den Spuren der Geschichte der Marktgemeinde zu wandeln.
Das Museum im Ledererhaus befindet sich in einem mit Sgraffito geschmückten Haus direkt im Ortszentrum. Seit Beginn des 17. Jahrhunderts wurde hier das Gerberhandwerk ausgeübt.
Das im Purgstaller Feuerwehrhaus untergebrachte Museum zeigt die geschichtliche Entwicklung des Feuerwehrwesens in Niederösterreich.
Das Purgstaller Schloss besteht aus verschiedenen Baustilen. Besonders malerisch ist der Schlosshof mit seiner im Jahre 1220 errichteten Kapelle.
Die spätgotische Hallenkirche wurde im 15. Jahrhundert erbaut.

Ein Überblick über die Purgstaller Geschichte

PURGSTALL. Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum. Eine römische Besiedelung oberhalb der Mündung der Feichsen in die Erlauf wurde nachgewiesen.
Um 960 besiedelten fränkische Ritter das am linken Ufer der Erlauf gelegene Land, die sich als die "Herren von Purchstale" bezeichneten.
Im Schutze des Schlosses entstand ein kleiner Ort, der 1360 im Süden einen Graben und das Marktrecht erhielt. Im Jahr 1370 erfolgte die Erhebung Purgstalls zum Markt, zehn Jahre später wurde die Ringmauer mit fünf Wehrtürmen und zwei Markttoren fertiggestellt.
Zwischen 1420 uns 1430 wurde die Pfarrkirche erbaut.
Im Jahr 1603 erhielten die Purgstaller ihr Wappen. Die Originalurkunde wird im Museum im Ledererhaus aufbewahrt.
Im Jahr 1781 erfolgte die Aufhebung der Leibeigenschaft und 1787 das Ende der Marktgerichtsbarkeit, bis im Jahre 1849 der Purgstaller Marktrichter erstmals als Bürgermeister bezeichnet wurde.

Seit dem Jahr 1603 hat Purgstall sein Wappen

PURGSTALL. Das Recht ein Wappen zu führen, hat Purg-stall an der Erlauf am 21. August 1603 erhalten. Als Begründung wurden Purgstalls Verdienste beim Provianthandel mit Eisenerz sowie der Einsatz seiner Bürger während des Bauernaufstandes 1597 angegeben.

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