Neues vom Landesgericht
"Trunkenbold" belästigt Ehefrau: Rauferei im Bezirk Scheibbs

Verteidiger Peter Pfeil vertrat den Tschechen vor Gericht.
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  • Verteidiger Peter Pfeil vertrat den Tschechen vor Gericht.
  • Foto: Ilse Probst
  • hochgeladen von Roland Mayr

In einem Lokal im Bezirk Scheibbs kam es zu einer Auseinandersetzung.

BEZIRK SCHEIBBS/ST. PÖLTEN. Etwas zu stürmisch befreite ein 50-jähriger Tscheche Ende Juni 2018 seine Frau aus einer unangenehmen Lage. Ein Betrunkener bedrängte die Frau in einem Lokal im Bezirk Scheibbs.

Ehemann ging dazwischen

Der Ehemann ging bei dem Gerangel der beiden dazwischen, zog den Mann von seiner Angetrauten weg und versetzte diesem einen kräftigen Stoß.
Der Betrunkene kam zu Sturz und landete mit der Schulter und der linken Gesichtshälfte auf dem Beton. Für den Bruch der seitlichen Kieferhöhlenwand samt Hämatom machte der Mann den 50-jährigen Tschechen verantwortlich, der dem Betrunkenen einen Faustschlag versetzt haben soll.

Betrunkener kam zu Sturz

Unterstützt von Verteidiger Peter Pfeil verantwortete sich der Tscheche beim Prozess am Landesgericht St. Pölten Richtung Notwehr. Es habe keinen Faustschlag gegeben, erklärte der Beschuldigte. Darüber hinaus stünde laut Pfeil im Raum, dass die Verletzung des Kontrahenten erst durch einen Sturz entstanden sei, den sich dieser am Folgetag zugezogen habe.
"Was das Opfer gesagt hat, kann so auch nicht stimmen", meinte der Richter, bestätigte jedoch die Ansicht von Staatsanwalt Karl Fischer, dass es sich bei dem Stoß nicht um Notwehr gehandelt habe. Von einer Mitschuld des Opfers ausgehend, bot der Richter eine Diversion an: 500 Euro Geldbuße und 500 Euro Tatausgleich für den Verletzten fanden schließlich die entsprechende Akzeptanz.

Verteidiger Peter Pfeil vertrat den Tschechen vor Gericht.
Staatsanwalt Karl Fischer meinte, dass es sich nicht um Notwehr gehandelt habe.

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