"Alles Schwachsinn"
Scheibbser sind gegen Ausreisetests (+Video)

Bezirkspolizeikommandant Thomas Heinreichsberger (rechts) und sein Team bei den Ausreisekontrollen in Scheibbs
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"Nichts." Das war eine der Antworten auf die Frage, was die Scheibbser von der Ausreisekontrolle halten. Tatsächlich gab es unter den Kommentaren auf der Bezirksblätter Scheibbs Facebookseite keine einzige Person, die die Sache gut findet.

SCHEIBBS. "Ich arbeite in der Lebensmittelbranche in Hofstetten und muss viermal die Woche testen gehen um arbeiten zu dürfen. Die braven Arbeitenden werden auch noch damit bestraft fleißig zu sein. Finde ich ungerecht", so Angela Brandl aus Wieselburg Land/Plaika.

Auch Roswitha Thomasberger aus Gresten ist dieser Meinung: "So ein unnötiger Schwachsinn! Jetzt wird man so und so schon die ganze Woche eingesperrt und dann MUSS man testen gehen, um einmal wöchentliche Präsenz am Arbeitsplatz zu haben und arbeiten gehen zu DÜRFEN! Eine Stunde Warteschlange – und das soll Coronakonform sein?"

Roland Strasser aus Scheibbs meint unterdessen ganz trocken: "Ich zensiere meinen Kommentar selbst."

Bei der Kontrolle an der Ausfahrt L105 in Wieselburg
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Die erfundene Inzidenz

Als der Bezirk Scheibbs bei seinem "Osterwunder" einen Tag vor der nötigen Absperrung wieder unter 400 gesunken ist, sagten viele, dass "die Inzidenzen nur erfunden seien."

Für Scheibbs' Bürgermeister Franz Aigner unverständlich.

"Die Zahlen zu manipulieren ginge gar nicht. Sobald man in einer Teststraße positiv getestet wird, wird diese Info direkt an die AGES geschickt. Das passiert automatisch und sehr schnell. Da gibt's keine Möglichkeit positive Tests verschwinden zu lassen. Klar, man könnte einen Tag lang im gesamten Bezirk nicht testen. Dann würde die Inzidenz sinken. Aber das bringt ja auch nix." – Franz Aigner.

Übrigens: Einen Tag nachdem der Bezirk abgeriegelt wurde, sank die Inzidenz wieder unter 400.

Polizei vor Ort

"Wenn man keinen Test dabei hat, muss man umkehren und sich einen Test besorgen. Tut man das nicht, wird man eben gestraft", so Bezirkspolizeikommandant Thomas Heinreichsberger. Trotz der "mittelmäßig guten" Einstellung der Scheibbser zu den Ausreisetests, verlaufen diese bisher aber recht gut:

"Alles in allem werden die Kontrollen sehr gut angenommen. Die Leute sind gut informiert und wissen, dass sie ein negatives Testergebnis brauchen."

Zur Sache
Der Bezirk muss zehn Tage lang eine Inzidenz unter 200 haben. Dann wird er wieder "entriegelt". Bis dahin wird bei den 48 Ausfahrten stichprobenartig kontrolliert, ob man einen negativen Corona-Test dabei hat. Ausnahmen gibt es unter anderem für Kinder und Durchreisende. Mehr dazu finden Sie hier.

Auch die Politiker, mit Ausnahme der ÖVP, sind nicht gerade überzeugt von der Bezirk-Abriegelung: 

Scheibbs' Politiker sprechen sich gegen Ausreisekontrollen aus
Es ist fix: Bezirk Scheibbs ist ab heute abgeriegelt
Bezirk Melk entgeht der "Abriegelung"

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