Geschichten aus dem Urwald
Unterwegs in der Wildnis im Bezirk Scheibbs

Der Redakteur im Urwald: Roland Mayr durfte sich mit dem Berufsfotografen Theo Kust aus Gaming in das Wildnisgebiet Dürrenstein begeben und hat dort unglaubliche Einblicke erhalten.
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Bezirksblätter-Redakteur Roland Mayr hat sich für eine Reportage in das Wildnisgebiet Dürrenstein begeben.

REGION. Die beinahe mystischen Geschichten über den Ötscherbären und den Urwald, der irgendwo in den Weiten des Wildnisgebiets versteckt zu sein scheint, hat uns schon als kleine Kinder fasziniert.

Tolle Einblicke in das Wildnisgebiet Dürrenstein.
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Pläne wurden geschmiedet

Um die vor kurzem gestartete Spenden-Kampagne für das zur Zeit in Lunz am See entstehende "Haus der Wildnis" optimal unterstützen zu können, haben sich der Berufsfotograf Theo Kust und der Eisenstraße-Geschäftsführer Stefan Hackl vor einigen Wochen mit mir zusammengesetzt, um diesbezüglich gemeinsame Pläne zu schmieden.

Theo Kust weist auf die Wichtigkeit des Totholzes hin.
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Neue Serie wird gestartet

So entstand die Idee, unter dem Titel "Geschichten aus dem Urwald" eine Serie zu starten, um unseren Leser die verschiedenen Aspekte des Wildnisgebiets näher bringen zu können.

Tolle Einblicke in das Wildnisgebiet Dürrenstein.
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Sondergenehmigung für den Redakteur

"Doch wie soll ich über etwas berichten, wo ich gar nicht hinein darf?", lautete sogleich meine nicht ganz unberechtigte Frage.
Also hat sich Theo Kust aus Gaming, der eigentlich studierter Biologe und Käfer-Experte ist – er hat sogar eine Käferart, die bereits verschwunden war, hier nachweisen können – eine Sondergenehmigung geholt, um mich in die unendlichen Weiten des Urwalds mitzunehmen.

Dieser Überrest einer Fichten-Monokultur wurde von einer Lawine gestreift und im Anschluss von Borkenkäfern befallen.
  • Dieser Überrest einer Fichten-Monokultur wurde von einer Lawine gestreift und im Anschluss von Borkenkäfern befallen.
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In der Randzone des Urwalds

Also begeben wir uns von seinem Atelier in Gaming aus in die Steinbachklamm bei Göstling, von wo aus wir in das Wildnisgebiet vordringen. Wir befinden uns bei unserer Wanderung in der sogenannten Randzone des Urwaldgebiets, die eine Pufferzone für die unberührte Wildnis darstellt. Gerade hier aber kann man erstaunt feststellen, wie sich die Natur langsam aber sicher alles Stück für Stück zurückerobert und die ehemaligen Forststraßen wieder zuwachsen.

Theo Kust aus Gaming gibt alles für seinen Urwald.
  • Theo Kust aus Gaming gibt alles für seinen Urwald.
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Betreten ist strengstens verboten

Theo weist mich darauf hin, dass sich natürlich immer wieder Leute beschweren, dass sie den Urwald nicht betreten dürfen. Wenn diesen aber ständig Wanderer durchqueren würden, wäre es eben kein Urwald mehr.
"Auch eine Spur von zehn Leuten, die hintereinander gehen, bedeutet hier schon einen massiven Eingriff", so Theo Kust aus Gaming.

Der Redakteur im Urwald: Roland Mayr durfte sich mit dem Berufsfotografen Theo Kust aus Gaming in das Wildnisgebiet Dürrenstein begeben und hat dort unglaubliche Einblicke erhalten.
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Das Totholz ist das Um und Auf

Sogleich klärt mich der Fotograf über die große Bedeutung des Totholzes in einem Urwald auf. Manche Käferlarven verbringen ganze sieben Jahre im Larvenstadium, bis sie als Käfer ausschlüpfen, um sich sogleich zu vermehren.
Diese Käferlarven stehen ganz oben auf der Speiseliste der Spechte und diese hacken mit ihren Schnäbeln so große Löcher in die bereits abgestorbenen Baumstämme, dass schließlich bedrohte Arten wie der Habichtskauz, hier eine Behausung vorfinden.

Dieser Überrest einer Fichten-Monokultur wurde von einer Lawine gestreift und im Anschluss von Borkenkäfern befallen.
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Borkenkäfer ist im Urwald kein Problem

Aber auch der Borkenkäfer, dessen invasionsartiges Auftreten so manchen Forstbesitzer im heurigen Sommer zur Verzweiflung trieb, sei absolut kein Problem in einem intakten Wald. Denn dieser kann im Mischwald nur kleine Inseln befallen, während er sich in einer Fichten-Monokultur wie an einem "All you can eat Buffet" fühlen muss.

Tolle Einblicke in das Wildnisgebiet Dürrenstein.
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Ein einzigartiges Erlebnis

Leider reichen weder die Platzverhältnisse in dieser Reportage, noch meine geschriebenen Worte aus, um das Erlebte auch nur annähernd wiederzugeben. Es war ein einzigartiges und unvergessliches Erlebnis, weshalb ich natürlich sogleich 50 Euro für das "Haus der Wildnis" gespendet habe.

Tolle Einblicke in das Wildnisgebiet Dürrenstein.
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"Haus der Wildnis" entsteht in Lunz am See

Im vergangenen Jahr wurde das Wildnisgebiet Dürrenstein von der UNESCO zum ersten Weltnaturerbe Österreichs erklärt. Dieses einmalige Schutzgebiet steht damit in einer Reihe mit dem Grand Canyon, dem Yellowstone Nationalpark oder den Dolomiten.
Um dieser hohen Auszeichnung gerecht zu werden, hat sich das Land Niederösterreich entschlossen, gemeinsam mit privaten Unterstützern ein Weltnaturerbe-Zentrum – das "Haus der Wildnis"– in Lunz am See zu errichten. Das Haus der Wildnis entsteht nur durch gemeinsame Anstrengungen der öffentlichen Hand und privater Unterstützer.
Helfen auch Sie mit Ihrer Spende mit!

Weitere Infos gibt's hier und auf Facebook.

Weitere Infos zum Auftakt der Spendenaktion für das "Haus der Wildnis" gibt's hier.

Weitere Geschichten aus dem Urwald gibt's in unserem Channel.

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