Zwei Jahre Haft für Haschdealer aus dem Bezirk Scheibbs

Der Jugendrichter Markus Grünberger am Landesgericht St. Pölten.
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  • Der Jugendrichter Markus Grünberger am Landesgericht St. Pölten.
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BEZIRK SCHEIBBS/ST. PÖLTEN. Ein Suchtmittel-Prozess in St. Pölten gegen drei Männer aus dem Bezirk Scheibbs endete nun für den 21-jährigen Hauptangeklagten mit einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren – davon 16 Monate bedingt – sowie für seinen 20-jährigen Cousin mit einer bedingten Haftstrafe von 15 Monaten.
Beide erhielten Bewährungshilfe und darüber hinaus die Weisung, während einer Probezeit von drei Jahren nachweislich an einer Suchtgift-Therapie teilzunehmen (Urteil nicht rechtskräftig).

Angeklagte waren geständig

Zu dem Vorwurf des Suchtgifthandels zeigten sich die beiden Angeklagten geständig, bestritten jedoch die im Polizeiprotokoll erfasste Menge von insgesamt 29 Kilogramm Cannabiskraut.
Gemäß verschiedener Aussagen zahlreicher Zeugen bzw. Abnehmer reduzierte sich die gewinnbringend verkaufte Menge für den 21-Jährigen Mann, der das Suchtgift in Wien bei einem Großdealer besorgte, auf rund 7,5 Kilogramm, der Zweitangeklagte soll im Auftrag seines Cousins rund ein Kilogramm verkauft haben.

Raub nicht nachgewiesen

Dem Raubvorwurf, dem auch der Drittangeklagte ausgesetzt gewesen war, hielt die Beweislage nicht stand. Der angeblich beraubte Großdealer konnte von der Polizei nicht ausgeforscht werden.
"Dieser Vorwurf beruht allein auf der Aussage eines selbst problematischen Zeugen, welcher auch nur davon gehört haben soll", erklärt Richter Markus Grünberger.
Der Senat kam der Forderung von Verteidiger Egmont Neuhauser nach und sprach den Drittangeklagten sowie die beiden anderen Beschuldigten diesbezüglich frei.

"Würde alles unterschreiben"

Die Verteidiger Philipp Wolm für den Hauptangeklagten und Rainer Mutenthaler hinterfragten vor allem das Zustandekommen der ursprünglich protokollierten Mengen, die doch wesentlichen Einfluss auf das Strafmaß haben. Vermutlich habe man bei den Hochrechnungen der Polizei nicht alles berücksichtigt und der Zweitangeklagte sei sicher sehr nervös gewesen, so Wolm.
"Egal, welche Frage man ihm stellt, er sagt zu allem ja. In dieser Situation würde er alles unterschreiben", ergänzte der Anwalt, dem Mutenthaler zustimmte und gleichzeitig die untergeordnete Rolle des Jüngeren hervorhob.
Nachdem die anwesenden Verteidiger im Namen ihrer Mandanten auf weitere Rechtsmittel verzichtet hatten, gab der Staatsanwalt bezüglich der Urteile bisher keine Erklärungen ab, weshalb diese auch nicht rechtskräftig sind.

Autor:

Roland Mayr aus Scheibbs

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