Kein "Hackeln bis zum Umfallen" im Bezirk Scheibbs

"Es ist zum Weinen": Bernhard Wurm, Rosemarie Wögerer, Andreas Umgeher und Siegfried Köhsler verteilten Zwiebeln als Zeichen des Protests.
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BEZIRK SCHEIBBS. Unter dem Motto "Es ist zum Weinen..." machten die Sozialdemokraten während einer Aktionswoche im Bezirk auf die Pläne der Schwarz/Blauen Regierung aufmerksam, den Zwölf-Stunden-Tag und die 60-Stunden-Woche einzuführen.

Nur Unternehmen profitieren

"Wir sagen nein – kein Hackeln bis zum Umfallen!", ist Nationalratsabgeordnete Renate Gruber aus Gaming überzeugt, denn "profitieren werden davon nur die Unternehmen. Den Menschen drohen Lohnraub, mehr Druck am Arbeitsplatz und weniger Vereinbarkeit von Familie und Beruf."

Österreichweite Kampagne geplant

Mit dieser Aktionswoche der Sozialdemokraten, bei der hunderte Freiwillige über die Nachteile der 60-Stunden-Woche informierten, startet nun eine österreichweite Kampagne gegen eine Ausweitung der Höchstarbeitszeit und für eine Arbeitszeitverkürzung.

45 Millionen Arbeitsstunden nicht abgegolten

"Bereits jetzt werden jährlich über 45 Millionen Überstunden nicht abgegolten. Wenn die Schwarz/Blaue 60-Stunden-Woche zur Regel werden sollte, wird es bald gar keine Zuschläge mehr für zusätzlich geleistete Arbeitszeit geben", warnt die Kommunalmanagerin Rosemarie Wögerer aus Mühling.

Auch Kinder leiden unter dem Zwölf-Stunden-Arbeitstag

Neben diesem Lohnraub an den Arbeitnehmern bedeutet die Ausweitung der Höchstarbeitszeit auch massive Nachteile für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, meint Wögerer weiter: "Vor allem unsere Kinder werden darunter leiden, wenn wir bald jeden Tag zwölf Stunden arbeiten müssen. Kurz und Strache katapultieren uns mit diesem Vorhaben zurück ins 19. Jahrhundert und zerschlagen die sozialen Fortschritte der letzten Jahre. Das ist wirklich zum Weinen!"

"Hackeln bis zum Umfallen" ist nicht zeitgemäß

Hinter dieser arbeitnehmerfeindlichen Politik stünden die Interessen und das Profitstreben der Großspender von Bundeskanzler Kurz: "Dass den Menschen von der Kurz/Strache-Regierung ein ,Hackeln bis zum Umfallen‘ aufgezwungen wird, ist weder gerecht noch zeitgemäß – vor allem in einer modernen Arbeitswelt, in der große Umbrüche durch Digitalisierung und Roboterisierung stattfinden", sagt Nationalratsabgeordnete Renate Gruber abschließend, die die Kampagne ebenfalls voll unterstützt.

Weitere Infos zur SPÖ im Bezirk Scheibbs gibt's hier und auf Facebook.

"Es ist zum Weinen": Bernhard Wurm, Rosemarie Wögerer, Andreas Umgeher und Siegfried Köhsler verteilten Zwiebeln als Zeichen des Protests.
Nationalratsabgeordnete Renate Gruber aus Gaming wehrt sich gegen die 60-Stunden-Woche.

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