Interview
Scheibbser SPÖ-Kandidatin: "Die Konzerne sind zu mächtig!"

Interview im Red Point in Scheibbs: Die Bezirkskandidatin der SPÖ zur EU-Wahl stellt sich den Fragen von Redakteur Roland Mayr.
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Die Bezirkskandidatin der SPÖ zur EU-Wahl, Melanie Zvonik im Interview mit Redaktionsleiter Roland Mayr.

BEZIRKSBLÄTTER SCHEIBBS: Sie treten als Landesvorsitzende der Sozialistischen Jugend NÖ als Scheibbser Bezirkskandidatin zur EU-Wahl an. Wie sehen Ihre politischen Ziele eigentlich konkret aus?
MELANIE ZVONIK: Zunächst einmal freue ich mich sehr, wieder einmal in Scheibbs zugegen sein zu können und im Zuge der Wahlwerbung wieder mehr Zeit im Mostviertel verbringen zu können. Wir waren am 1. Mai in Wieselburg unterwegs, um der Vorkämpfer der Sozialdemokratie zu gedenken, die den Acht-Stunden-Arbeitstag, das Frauenwahlrecht oder den bezahlten Urlaub für die Arbeiterschaft erkämpft haben. All diese Errungenschaften sind zurzeit wieder akut in Gefahr und werden ja bereits von unser Bundesregierung massiv untergraben. Wir sind also in der EU vor die wichtige Aufgabe gestellt, mit all dem aufzuräumen, was uns die Rechtspopulisten einbrocken.

Aber der Kampf gegen die Rechten kann wohl nicht das einzige Ziel in Europa sein?
Nein, natürlich keineswegs! Besonders wir als junge Generation beschäftigen uns ganz intensiv mit der Klimakrise. Wir haben laut Studien nur noch ca. zehn Jahre Zeit, um aktiv etwas gegen den Klimawandel unternehmen zu können. Deshalb gehen auch viele junge Menschen momentan weltweit auf die Straße! Sie wollen für ihre eigene Zukunft kämpfen, und da die Politik hier leider kaum etwas unternimmt, sehe ich es als meine Aufgabe, für eine Entmachtung der Großkonzerne zu kämpfen. Die Politik braucht hier eindeutig weitaus mehr Mitspracherecht.

Warum sollten die Scheibbser überhaupt zur EU-Wahl gehen?
Die EU beginnt vor der eigenen Haustür und die in Brüssel beschlossenen Gesetze betreffen uns alle massiv. Es werden große Herausforderungen auf uns zukommen, auf die wir die richtigen Antworten finden müssen.

Die FPÖ hat Sie vor Kurzem zum Rücktritt aufgefordert?
Ich habe einen Facebook-Post zum Lenin-Geburtstag der SJ geliked. Die russische Revolution aber mit dem NS-Terror gleichzusetzen, halte ich für eine Verharmlosung am Massenmord an sechs Millionen Menschen. Ich denke, hier wurde Lenin einfach mit Stalin gleichgesetzt.

Interview von Roland Mayr

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