120 Sekunden: Zwei "Ideenritter" aus dem Mostviertel fürs Finale von

"NERVE – Lessons on Demand": Clemens Grossberger und Thomas Übellacker wollen den Unterricht revolutionieren.
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  • Foto: Eva Dietl-Schuller
  • hochgeladen von Roland Mayr

MOSTVIERTEL. Elf Ideen haben sich für das große Livefinale von "120 Sekunden – die niederösterreichische Geschäftsidee" der Bezirksblätter qualifiziert.
Jetzt sind Sie dran! Denn nur Sie alleine entscheiden, wer als zwölfter Finalist bzw. als zwölftes Team um Preise im Wert von 50.000 pitchen darf. Machen Sie mit und verhelfen Sie dem jungen Team aus dem Mostviertel ins Finale.
Thomas Übellacker aus Rosenau und Clemens Grossberger aus Gresten haben gemeinsam mit anderen Schülern "NERVE – Lessons on Demand" entwickelt. Ausgangspunkt war die langwierige Krankheit eines Mitschülers und die Frage, wie dieser dem Unterricht nun trotzdem am besten folgen könne. Die Lösung: Der Unterricht wird einfach aufgezeichnet.

Wie die Idee entstanden ist

"Ein Schulkollege eines Teammitglieds bekam unerwartet Krebs diagnostiziert. Dieser hat seither stark mit seiner Krankheit zu kämpfen und kann den Unterricht nicht mehr so oft wie früher besuchen. Seine Bildung bedeutet ihm viel und so investiert er einen großen Teil seiner Freizeit in das Nachholen des verpassten Unterrichtsstoffes. Die ihm zur Verfügung gestellten Mittel zum Nachlernen sind begrenzt. Der Grundgedanke zu NERVE ist es, den Unterricht – so wie er wirklich stattgefunden hat – aufzuzeichnen, um dem Schulkollegen zu ermöglichen, den verpassten Unterricht optimal nachzuholen. Schnell entpuppte sich die Idee als viel universeller anwendbar", so Thomas Übellacker aus Rosenau.
"Im Dialog mit Schülern erfuhren wir, dass manche Personen im Unterricht oft nicht mit dem Tempo der Lehrkraft mithalten können. Es passiert mehrfach, dass Lernende temporär unkonzentriert sind oder ein Thema nicht auf Anhieb verstehen. Die Möglichkeit, wichtige Unterrichtssequenzen individuell wiederholen zu können, kann die Schüler wieder auf den Wissensstand der Klassenkameraden bringen", ergänzt Clemens Grossberger aus Gresten.

110 Millionen Euro für Nachhilfe

Es kommt oft vor, dass bei einer Prüfung Lehrstoff von längst vergangenen Unterrichtsstunden überprüft wird. Schüler sollen also davon profitieren, die Möglichkeit zu haben, ihren Unterricht vor wichtigen Prüfungen, wie Schularbeiten und Abschlussprüfungen, erneut erleben zu können.
"Für Nachhilfe wird seitens der Schülerinnen und Schüler viel Geld ausgegeben. 2016 nahmen 19 Prozent der österreichischen Schüler externe Nachhilfe im Wert von 110 Millionen Euro. Wir sind davon überzeugt, dass NERVE das Potenzial hat, die zusätzlichen Kosten für externe Nachhilfe drastisch zu senken", führt Thomas Übellacker abschließend aus.
Voten Sie bis zum 10. November hier mit und verhelfen Sie den beiden jungen Durchstartern aus dem Mostviertel mit ihrer Geschäftsidee ins große Finale.

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