Digitalisierung der Landwirtschaft
Auf dem Weg zum Digital-Bauernhof in Weinzierl

Die Bundesministerin testet in Weinzierl die Virtual reality Brille.
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  • hochgeladen von Roland Mayr

Mehr als 1,3 Millionen Euro werden im heurigen Jahr in die Digitalisierung der Landwirtschaft investiert.

WIESELBURG-LAND. Die Digitalisierung bringt enorme Chancen, aber auch Herausforderungen für den Bildungsbereich. Deshalb investiert das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus im Jahr 2019 über 1,3 Millionen Euro in die Digitalisierung.

Investitionen in die Zukunft

"Vom digitalen Klassenzimmer bis zum digitalen Bauernhof. Absolventinnen und Absolventen unserer Höheren Land- und Forstwirtschaftlichen Schulen sollen auf die Digitalisierung optimal vorbereitet sein. Im Bereich der Digitalisierung gibt es sensationelle Anwendungen für unsere bäuerlichen Familienbetriebe, die die Arbeit auch effizienter machen und die Qualität erhöhen", freut sich die Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT), Elisabeth Köstinger, über diese Investitionen in die Zukunft.

Leben der Bauern erleichtern

Das BMNT ist für elf höhere Schulen, die Forstfachschule und die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik verantwortlich. Beim Strategietag zum Thema Digitalisierung präsentierte Bundesministerin Elisabeth Köstinger die Investitionsschwerpunkte. Neben Tischkameras, Smartboards und e-Books wird auch ein digitaler Musterbauernhof am Francisco Josephinum in Weinzierl entstehen.
"Die Digitalisierung ist eines der wichtigsten Instrumente zur Bewältigung der Zukunft. Das gilt für alle Lebens- und Wirtschaftsbereiche, besonders auch für die Landwirtschaft. Darum investieren wir ganz gezielt in diesen Bereich", betont Köstinger und erklärt weiter: "Die Digitalisierung kann nicht nur im Unterricht, sondern auch im Betrieb vieles erleichtern. Aus meiner Sicht soll Digitalisierung in der Land- und Forstwirtschaft aber vor allem ein Ziel haben: Das Leben der Bäuerinnen und Bauern zu erleichtern!"

Digitalisierung als Erfolgsfaktor

Neue Technologien und Medien werden schon jetzt in den Höheren Land- und Forstwirtschaftlichen Schulen in den verschiedensten Bereichen eingesetzt. Schülerinnen und Schüler von vier Schulen präsentierten bei dem Strategietag, wie die Digitalisierung im Unterricht konkret Eingang findet. Ein Schwerpunkt ist etwa die Erfassung, Verarbeitung und Aufbereitung digitaler Daten – mithilfe von Drohnen und Satellitenbildern – und deren Nutzbarmachung für die Landwirtschaft. Auch im Bereich der Landtechnik werden vielfältige Einsatzmöglichkeiten getestet.
In Weinzierl wird seit Kurzem eine Virtual reality Brille eingesetzt, mit der etwa Maschinen-Konstruktionen im realen Raum dargestellt und Bewegungsabläufe erprobt werden können.
Die höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt in Raumberg-Gumpensteinbeschäftigt sich unter anderem mit dem praktischen Einsatz der Digitalisierung im Pflanzenbau und die Forstschule in Bruck an der Mur setzt Drohnen zur digitalen Erhebung von Waldflächen ein.

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