17.11.2016, 21:25 Uhr

Lkw kracht an Purgstaller Eisenbahn-Kreuzung in die Erlauftalbahn

Die Spezialisten der ÖBB bereiten die Bergung des entgleisten Zugs der Erlauftalbahn vor.

An der durch eine Lichtsignal-Anlage geregelten Kreuzung bei der Feuerwehr in Purgstall krachte ein Lkw in einen Zug, der dadurch entgleiste.

PURGSTALL. Am Donnerstag, 17. November war ein Lkw-Fahrer mit seinem Sattelkraftfahrzeug um 18. 40 Uhr auf der Landesstraße L89 von Zarndorf kommend in Richtung Purgstall zur Bundesstraße B25 unterwegs, wo er an der Eisenbahnkreuzung aus bisher noch unbekannten Gründen das Lichtsignal missachtete und mit der Front des Lastkraftwagens gegen auf die linke Seite eines aus Scheibbs kommenden Zugs der Erlauftalbahn unmittelbar nach der Front des vorderen Treibwagens prallte, wodurch der vordere Triebwagens der Zuggarnitur entgleiste.

Lkw-Fahrer wurde verletzt

Der Lkw-Fahrer musste nach dem Unfall von den Rettungskräften leicht verletzt ins Landesklinikum Scheibbs gebracht werden. Im Zug befanden sich neben dem Lokführer zwei Fahrgäste, von denen glücklichweise alle unverletzt blieben.

Bergung dauerte bis Mitternacht

Die Bergung des Sattelkraftfahrzeugs durch die Freiwilligen Feuerwehren Purgstall und Feichsen dauerte bis ca. 23 Uhr, danach musste das Erdreich in diesem Bereich wegen ausgelaufener Betreibsmittel ausgehoben werden, weshalb auch die Schadstoffgruppen aus Kienberg und Neustift im Einsatz gewesen waren.
Die Spezialisten der ÖBB, die mit einem Hilfszug anrollten, hoben den Zug mit Hilfe von Hydraulikzylindern wieder auf den Gleiskörper und transportierten diesen erst nach Mitternacht ab.

Bahnstrecke und Landesstraße gesperrt

Die Landesstraße L89 war bis 23.30 Uhr gesperrt, von 23.30 Uhr bis 0.15 Uhr war die unmittelbare Unfallstelle halbseitig gesperrt.
Auch die Bahnstrecke der Erlauftalbahn musste während der Bergungsarbeiten gesperrt werden.

Einsätze gehen nicht spurlos vorüber

Der Einsatzleiter Franz Ditzer, der als Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr tätig ist, ist besonders stolz auf seine Mannschaft, die bei solchen Einsätzen besonders gefordert ist.
"Der Einsatz ist absolut vorbildlich über die Bühne gegangen. Solche Einsätze gehen an der Mannschaft natürlich nicht spurlos vorüber. Auch die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Einsatzkräften – also Feuerwehr, Rettung, Polizei, ÖBB und Bezirkshauptmannschaft sowie mit der Schadstoffgruppe der Feuerwehren Neustift und Kienberg – war hervorragend abgestimmt. Wir waren insgesamt mit elf Fahrzeugen und 66 Mann fünf Stunden lang im Einsatz, die Feuerwehr aus Scheibbs hat uns mit ihrem Wechsellader bei Kran- und Hebearbeiten unterstützt. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass die Feuerwehr-Kameraden solche Einsätze freiwillig und unentgeltlich auf sich nehmen und dafür ihre Freizeit opfern", so Kommandant Franz Ditzer aus Purgstall an der Erlauf.
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