10.10.2017, 10:07 Uhr

Mein Tag als Messermacher bei "Two 4 sharP Art" in Scheibbs

Voller Einsatz für die Leser: Redakteur Roland Mayr hat einen Tag bei Andreas Behrend und Petra Rumpl-Sederl in ihrer Werkstätte "Two 4 sharP Art" verbracht, um ein Messer anzufertigen, das man nun gewinnen kann.

Zwei für scharfe Kunst in Scheibbs: Bezirksblätter-Redakteur Roland Mayr hat für unsere Leser bei "Two 4 sharP Art" ein tolles Messer angefertigt.

SCHEIBBS. Seit April 2016 betreiben Schmuck-Designerin Petra Rumpl-Sederl und Messermacher Andreas Behrend als "Two 4 sharP Art" eine offene Werkstätte mit Geschäftslokal in der Gaminger Straße am Erlaufufer in Scheibbs.
Die beiden "messerscharfen Künstler" haben Bezirksblätter-Redakteur Roland Mayr dazu eingeladen, ein Messer bei ihnen anzufertigen, um dieses im Zuge eines Gewinnspiels zu verlosen.

Bunte und vielfältige Arbeit

"Ein Tag bei ,Two 4 sharP Art‘ ist so bunt wie das Leben selbst. Schleifservice, Reparaturen aller Art, Lederarbeiten und natürlich das Messermachen selbst gehören dazu – wir wollen den Bezirksblätter-Lesern einen Einblick in diese abwechslungsreiche Arbeit gewähren. Dafür mussten wir vorab schon etwas schummeln, denn in einem Acht-Stunden-Tag ist das Ganze nicht zu schaffen", erzählt Messermacher Andreas Behrend.

Die einzelnen Arbeitsschritte

Mein Tag als Messermacher beginnt mit zwei großen Tassen Kaffee, denn vorher geht bei den beiden kreativen Scheibbser Handwerkern gar nichts.
Als erster Arbeitsschritt wird eine Aluminium-Schablone mit der gewünschten Form angefertigt, anhand der das 4,2 Millimeter starke Böhlerstahl-Blech ausgeschnitten wird. Wir haben für unsere Leser die sogenannte "Brotform" gewählt, aus der ein Jagd- und Jausenmesser entsteht, das bei "Two 4 sharP Art" immer auf Lager ist.

Nach dem Ausschneiden des Rohlings wird die Außenform umschliffen und der Anschliff der Klinge erfolgt. Nach etwa drei Stunden haben wir diese Arbeiten schließlich erledigt.

Nun wird fleißig geschmirgelt, bis eine 600er-Körnung erreicht wird, und die Löcher für die Griffmontur werden gebohrt. Diese Arbeit nimmt weitere drei bis vier Stunden in Anspruch, bis die Klinge schließlich bei Michael Welser in Ybbsitz gehärtet wird. Hierdurch verändert sich das Gefüge des Stahls, sodass aus dem Rohling erst eine Messerklinge wird. Danach wird das Hirschhorn montiert, das wegen der Regionalität als Griffmaterial gewählt wurde. Dazu wird eine Rolle aus einem Hirschgeweih ausgeschnitten, die in zwei Hälften gesägt wird. Diese werden dann so lange feingeschliffen, bis zwei Griffschalen entstehen, die dann geklebt und mit Schraubnieten an der Klinge montiert werden. Zu guter Letzt wird noch die Lederscheide angefertigt und die Klinge mit einer Signatur versehen, bis ein toller Arbeitstag sein Ende findet.

Mitmachen und ein Jagdmesser gewinnen

Machen Sie mit und gewinnen Sie ein Jagd- und Jausenmesser im Wert von 420 Euro, das speziell für unsere Leser von Redakteur Roland Mayr und Messermacher Andreas Behrend in der Werkstätte Two 4 sharP Art in Scheibbs in zehnstündiger Handarbeit angefertigt worden ist. Die Klinge besteht aus N690 Böhler-Werkzeugstahl, die Griffschalen sind aus Hirschholz und dazu erhält man eine handgefertigte Lederscheide mit einfacher Punzierung.

Zum Gewinnspiel geht's hier.

Weitere Infos über "Two 4 sharP Art" gibt's hier und auf Facebook.
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