10.10.2017, 16:01 Uhr

"Top secret" unterwegs mit den analogen Kalendern in Wieselburg

Brigitte Fragner zeigt sich stromunabhängig.
WIESELBURG. Am 15. Oktober vor 21 Jahren wurde erstmals der Tag des Kalenders zelebriert. Diese Woche ist es wieder soweit. Letztendlich ist der 15. Oktober Grundlage unseres heutigen Kalenders. Trotz der Festlegung eines Jahres mit 365,25 Tagen und der Einführung von Schalttagen alle vier Jahre, gingen nicht weniger als zehn Tage verloren. So ließ Papst Gregor im Zuge seiner Reform am 4. Oktober 1582 diese kurzerhand ausfallen, und auf den 4. folgte sofort der 15. Oktober. Der Gregorianische Kalender war geboren. Konventionelle sowie digitale Kalender orientieren sich noch immer an ihm.
Brigitte Fragner von Buch & Papier Reischl in Wieselburg erläutert die Vorteile, die das Papier gegenüber dem Bildschirm hat: "Zuallererst ist Geschriebenes leichter zu merken als Getipptes. Außerdem kann ich einen Termin einfach herausreißen, verheizen oder, wenn ich möchte, essen und schon ist er vernichtet. Heutzutage wird schon alles in der Cloud gespeichert. Ich werde als Mensch immer durchsichtiger. Dem kann ich mit einem gewöhnlichen Kalender zumindest ein bisschen entgegenwirken. Darüber hinaus bekomme ich durch das Blättern ein echtes Gefühl für die Dauer des Jahres, etwas das für digitale Kalender nicht gilt."
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