28.11.2017, 13:34 Uhr

"Wildes Treiben" im Ötscherland

Die Shows der "Ötscherteufel" sollte man nicht verpassen. (Foto: Die Ötscherteufel)

Vor 20 Jahren wurden "Die Ötscherteufel" in Gaming als eine der ersten Perchtengruppen der Region gegründet.

GAMING. Die Idee, einen Perchtenverein zur Brauchtumspflege in Gaming ins Leben zu rufen, bestand schon seit geraumer Zeit. Im Jahr 1995 wurden die ersten Masken von einem Hobbyschnitzer angefertigt, die zum Teil auch heute noch getragen werden. Zehn Leute aus Gaming und Umgebung fanden sich zusammen, um als Percht, "Howangaoß" oder als Nikolaus bei Perchtenläufen mitzuwirken, bis es dann 1997 zur offiziellen Vereinsgründung kam.

Eine echte "Perchten-Familie"

Seit der Vereinsgründung mit von der Partie war Familie Reiter, die schon damals mit dem "Perchten-Virus" infiziert worden waren.
"Wir haben einander öfters am Stammtisch getroffen und darüber diskutiert, eine Perchtengruppe zu gründen. Schließlich war einmal ein Bekannter aus Salzburg bei uns in Gaming zu Besuch, der uns auf die Idee brachte, dass man ja beim 'Krampuslauf' auch Perchten mitlaufen lassen könne. Die Idee gefiel uns so gut, dass wir diese Idee zu Beginn mit zehn Leuten durchzogen. Mittlerweile haben wir 47 aktive und 20 unterstützende Mitglieder. Das macht dann schon ein ordentliches ,Wetter‘, wenn sich bis zu 40 Perchten an einem Lauf beteiligen", erklärt Maria Reiter, deren Sohn Hermann jun. schon mit acht Jahren als Percht mitgelaufen ist und mittlerweile als "Oberteufel" als Vereinsobmann fungiert.
"Unser jüngstes Mitglied ist erst sechs Jahre alt, während die älteste Percht bereits 70 Jahre alt ist – bei uns kommen also Jung und Alt zusammen. Mittlerweile waren wir drei Mal im Wiener Prater dabei und sind bei zehn bis 15 Auftritten pro Jahr vertreten, machen allerdings auch Hausbesuche", so Hermann Reiter jun.

Bei 35 Grad in voller Montur

"Einmal hat ein Mitglied unserer Gruppe im Sommer in Neulengbach geheiratet und wir haben ihn mit einem Auftritt der 'Ötscherteufel' überrascht. Bei 35 Grad im Schatten war das aber keine einfache Übung", erzählt der Vater des Obmanns, Hermann Reiter sen.
Wer die "Ötscherteufel" in Action erleben möchte, kann entweder am 2. oder 9. Dezember die Flammende Kartausenweihnacht bzw. den Rauhnachtslauf der "Ötscherteufel" am Gaminger Umberg am 5. Jänner besuchen.

Weitere Infos gibt's hier sowie auf Facebook und auf YouTube.
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Friederike Neumayer aus Tulln | 28.11.2017 | 15:50   Melden
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Roland Mayr aus Scheibbs | 29.11.2017 | 09:19   Melden
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