01.11.2017, 16:42 Uhr

Stürmisches Debüt gegen den Wind für Bründler Laufsportler

Christian Steinhammer kurz vor seinem Zieleinlauf. (Foto: privat)

Steinhammer schaffte trotz stürmischer Bedingungen beim Frankfurt Marathon eine tolle Zeit von 2:17:54.

ST. GEORGEN/FRANKFURT. Viele Jahre war Christian Steinhammer Österreichs Paradeathlet beim Hindernislauf über 3.000 Meter sowie im Crosslauf. Hier konnte er neben zahlreichen Landes- und Staatsmeistertiteln auch eindrucksvolle internationale Erfolge feiern. So durfte sich der Athlet des USKO Melk über einen sensationellen sechsten Platz bei der U23-Europameisterschaft 2009 freuen und konnte sich auch für die EM 2014 in Zürich qualifizieren, wo er am Ende schließlich den 25. Rang belegen sollte.
Doch damit ist seit vergangenem Jahr nun endgültig Schluss für den Sportler aus St. Georgen an der Leys. „Ich habe einfach gemerkt, dass es Zeit für eine Veränderung ist. So entschied ich mich dann auf die Langdistanz zu wechseln, für die ich aufgrund meines jahrelangen harten Trainings sehr gute Voraussetzungen habe“, erklärt Christian Steinhammer seine Entscheidung. Seit Anfang des Jahres 2017 liegt der Fokus voll und ganz auf seiner Marathon-Premiere. Auf dem Weg dorthin konnte der 28-jährige Laufsportler großartige Erfolge auf den Unterdistanzen feiern.
Beim internationalen Straßenlauf in Prag knackte der 28-Jährige Anfang September die 30 Minuten-Marke über zehn Kilometer und stellte mit 29:54 einen neuen niederösterreichischen Landesrekord auf. Christian Steinhammer verbesserte damit die bereits seit elf Jahren bestehende Bestmarke um ganze elf Sekunden.

Gelungenes Marathon-Debüt

Dieses Wochenende gab Christian Steinhammer nun sein Marathon-Debüt. In Frankfurt konnte er mit einer Zeit von 2:17:54 den ausgezeichneten 21. Platz erreichen. Bis Kilometer 40 konnte er beim Mainova Frankfurt Marathon, bei dem 18.000 Männer an den Start gingen, problemlos seine vorgenommenen Kilometerzeiten von 3:15 abspulen. „Ab Kilometer 33 hat es angefangen hart für mich zu werden. Ab dem 38. Kilometer kam ich dann in einen für mich unbekannten Bereich und auf den letzten beiden Kilometern habe ich gut 40 Sekunden verloren“, analysiert der ambitionierte Bründler Läufer seine beachtliche Leistung.
Trotz widriger und stürmischer Bedingungen lag Steinhammer noch vor dem eingebürgerten Kenianer Edwin Kemboi, der schon vor zwei Jahren eine herausragende Zeit von 2:14:05 gelaufen ist. Eben dieser wurde nun durch Steinhammer von Platz vier der österreichischen Bestenliste verdrängt. Nach derzeitigem Stand wäre der Athlet aus St. Georgen an der Leys sogar im Team für die EM 2018 in Berlin. „Ich bin froh, dass sich bei diesen schwierigen Verhältnissen eine solche Zeit ausgegangen ist. Noch nie habe ich mich so konsequent auf etwas vorbereitet. Ich habe alles aus mir rausgeholt und kann somit stolz auf mich sein. Für das Debüt ist es gut, darauf kann ich jedenfalls aufbauen“, so das Resümee des 28-jährigen Läufers Christian Steinhammer aus St. Georgen.
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