05.02.2018, 12:20 Uhr

Niedrigste Arbeitslosigkeit seit 10 Jahren

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Wirtschaft boomt: Auch Über-50-Jährige finden wieder mehr Jobs
Im Bezirk Scheibbs ist die saisonale Arbeitslosigkeit im Jänner gegenüber Dezember um 109 Personen von 981 auf insgesamt 1.090 Arbeitslose, davon 286 Frauen und 804 Männer, angestiegen. Der Vorjahresvergleich zeigt hingegen bei den Arbeitslosenzahlen ein kräftiges Minus von 24,6%, das sind insgesamt um 356 Betroffene weniger (Frauen: minus 66 oder 18,8%; Männer: minus 290 oder 26,5%). Dies bedeutet die niedrigste Arbeitslosigkeit im Bezirk Scheibbs seit 10 Jahren! Ein weiteres erfreuliches Detail: Die Arbeitslosigkeit ist in allen Alterskategorien gesunken - auch bei den über 50-Jährigen. „Die Wirtschaft boomt und deshalb haben die Unternehmen diesen Winter keine oder deutlich weniger Stammkräfte freigesetzt. Viele Betriebe suchen sogar zusätzliche Fachkräfte, die allerdings am Arbeitsmarkt derzeit ´Mangelware´ sind“, bringt es der Scheibbser AMS-Leiter Sepp Musil auf den Punkt. Im Jänner sind beim AMS Scheibbs 500 Personen in die Arbeitslosigkeit zugegangen - um 132 weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres - und 436 sind aus dem AMS-Register wiederum ausgeschieden. Davon haben 259 eine Beschäftigung aufgenommen, 41 sind in eine Schulung eingetreten und in 136 Fällen wurde die Vormerkung aus sonstigen Gründen (Krankheit, Wochenhilfe, Meldeversäumnis etc.) beendet.


Personalbedarf kräftig gestiegen
Die Nachfrage nach zusätzlichen Arbeitskräften hält weiterhin ungebrochen an. „Im Bezirk Scheibbs gab es beim Stellenzugang kein ´Jännerloch´. 498 Jobangebote wurden uns dieses Jahr bereits gemeldet, das sind um 16 oder 3,3% mehr als im Vorjahr“, berichtet Musil. Nicht immer sind beim AMS die passenden, dem Anforderungsprofil entsprechenden Personen vorgemerkt. Besonders in den Bereichen Gastronomie und Pflege und in handwerklich-technischen Berufen fehlt es an qualifizierten Fachkräften, sodass manche Stelle unbesetzt bleibt. Trotzdem ist es aus Sicht des AMS wichtig, dass Jobangebote gemeldet und somit transparent werden. „Vielleicht nutzen MostviertlerInnen, die irgendwann aus beruflichen Gründen abgewandert sind, die Gelegenheit wieder in ihrer Heimat jobmäßig neu durchzustarten, wenn sie im eJobroom des AMS auf einen passendes Angebot stoßen“, erklärt Musil.

Langzeitarbeitslosigkeit beenden
Die dauerhafte Ausgrenzung aus dem Arbeitsmarkt zu verhindern bleibt weiterhin eine zentrale, strategische Zielsetzung des AMS. Mit der Beschäftigungsinitiative 2018 setzt das AMS daher auf die Förderung von Arbeitsplätzen für über 50-Jährige, die bereits mehr als ein halbes Jahr auf Jobsuche sind, für Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen, aber auch für Wiedereinsteigerinnen nach der Babypause und für Langzeitbeschäftigungslose. „Wir möchten die gute Konjunktur nutzen, um ´Dauerarbeitslosigkeit´ zu vermeiden bzw. zu beseitigen. Dazu bieten wir Unternehmen, Gemeinden, gemeinnützigen Einrichtungen attraktive Förderungen in Form eines Lohnzuschusses oder einer kostengünstigen Arbeitskräfteüberlassung an. Wir treten dabei auch aktiv an Arbeitgeber heran und pflegen die intensive Zusammenarbeit“, erläutert der AMS-Chef die Strategie.
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