16.09.2014, 16:44 Uhr

Öko-Projekt in Gresten ist nun abgeschlossen

Das renaturierte Flussbett der Kleinen Erlauf im Bereich Gresten Nord gibt dem Fluss mehr Raum, um Hochwässer abfangen zu können.

Bei einem feierlichen Abschluss des Öko-Projekts Gresten Nord fand Bürgermeister Fahrnberger Dankesworte.

GRESTEN. Die Bauarbeiten im Rahmen des Öko-Projekt Gresten Nord sind abgeschlossen. Im Zuge der Finalisierungsarbeiten bedankte sich Bürgermeister Wolfgang Fahrberger bei allen Mitwirkenden, also Fördergebern, Planern, Bauausführenden, Grundabtretern, Nachbarn, aber vor allem auch bei der interessierten Bevölkerung.

Dank an die Bevölkerung

Dem Grestner Bürgermeister Wolfgang Fahrnberger war es besonders wichtig, dankende Worte an die Bevölkerung zu richten.
"In der etwa einjährigen Bauzeit habe ich als Bürgermeister ein zunehmend positiveres Bewusstsein in der Grestner Bevölkerung zur Renaturierung festgestellt", so Fahrnberger.

Hochwasserschutz ist wichtig

Es ist allgemein sehr wichtig, Flüssen und Bächen mehr Retentionsraum zu verschaffen, weil regionale Starkregen-Situationen und damit lokale Hochwasserbedrohungen immer häufiger werden.
Neben einem Pilot- und Vorzeigeprojekt für Fauna, Flora und Naherholung hat dieses Renaturierungsprojekt auch Auswirkungen auf den Hochwasserschutz.

Erste Bewährungsprobe

Beim letzten Hochwasser-Ereignis im Mai des heurigen Jahres bestand das renaturierte Flussbecken bereits seine erste Bewährungsprobe, weshalb Gresten von Überschwemmungen verschont blieb.
"Hochwasserschutz wird in Gresten auch weiterhin eine sehr hohe Priorität haben", sagt Bürgermeister Fahrnberger.

Weiteres Öko-Projekt für Gresten

In Gresten plant man schon für das nächste Renaturierungsprojekt im Südteil der Gemeinde.
Angespornt durch die hohe Akzeptanz des Ökoprojekts Gresten Nord und der Tatsache, dass ein angedachtes Rückhaltebecken im Bereich Zellhof/Brettl wegen der fehlenden Zustimmung einiger Grundeigentümer für eine Umsetzung derzeit nicht realistisch zu sein scheint, wurde mit dem Planungsbüro Perz und der Abteilung Wasserbau des Landes Niederösterreich die Beauftragung einer Maßnahmenstudie für ein Öko-Projekt Gresten Süd vorgeschlagen. Diese Beauftragung beschloss man in der Gemeinderatssitzung im Juni.

Naherholungsgebiet für die Bevölkerung

Im Zuge des Öko-Projekts Gresten-Nord soll auch ein Naherholungsgebiet für die Bevölkerung der Marktgemeinde Gresten entstehen. Flussraum-Führungen mit Schulklassen sollen zur Sensibilisierung für ökologische Projekte der jüngsten Bevölkerung beitragen. So können Kinder und Jugendliche den Hochwasserschutz erleben, erfahren und verstehen.

Ökologische Details der Renaturierung

Um den laut Wasserrahmen-Richtlinie guten ökologischen Zustand an der Kleinen Erlauf im Bereich Gresten Nord zu erreichen, wurden folgende Ziele bei der Gestaltung des Gewässerbettes und der Uferböschung verfolgt:
Eine Verbesserung der morphologischen Variabilität durch größere Tiefen- und Breitenvarianz und unterschiedliche Strömungsmuster und Fließgeschwindigkeiten im Quer- und Längsprofil konnte erreicht werden.
Ein natürlicher und standorttypischer Uferbewuchs soll wiederhergestellt werden.
Eine Erhöhung der Einstandsmöglichkeiten wurde für Fische bei Hochwasser in strömungsberuhigten Rückzugsbereichen erzielt.

Finanzierung des Öko-Projekts

Das Öko-Projekt Gresten Nord an der Kleinen Erlauf hat etwa eine Million Euro gekostet.
Nur etwa zehn Prozent der gesamten Baukosten mussten von der Marktgemeinde Gresten übernommen werden, die restlichen 90 Prozent an finanziellen Aufwendungen wurden vom Bund und dem Land Niederösterreich übernommen.

Am Öko-Projekt beteiligte Firmen

Die Planung und Organisation wurde in enger Abstimmung mit der Niederösterreichischen Landesregierung, Abteilung für Wasserbau (WA3) durchgeführt, die für die Projekt-Leitung und Bauaufsicht zuständig war. Die Beteiligten Gemeinden Gresten und Gresten Land und die betroffenen Grundeigentümer wurden in das Projekt intensiv mit eingebunden. Das Ingenieurbüro Perzplan und das Büro Freiwasser übernahmen die Projekt-Planung, während die Leopold Kraml GmbH und Gerhard Puchegger Metalltechnik als ausführende Bauunternehmen tätig waren.
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