Freude am Lernen! Endlich ist es soweit!
Freude am Lernen! Endlich ist es soweit!

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wir starten ein Montessori Projekt im Zillertal. Seit vielen Jahren beschäftigen wir uns mit Kindern im Alter von 3 bis 18 Jahren und haben viel gelernt, zugehört, viel mit Eltern, Kindern, Lehrer, Lehrerinnen und Erziehern gesprochen. Unsere Kinder haben ein Recht darauf, eine Vielzahl von Erfahrungen und Eindrücken selbst zu erleben. Wir als Eltern bzw. Erziehungsberechtigte haben die Verantwortung dies unseren Kindern zu ermöglichen. Gleich zu Beginn möchte ich eine Lanze für die Regelschulen hier im Tal brechen, wir kennen fast alle und die Lehrer und Lehrerinnen machen jeden Tag einen tollen Job und unterrichten mit Herzblut. Mit unserem Montessori-Projekt verstehen wir uns nicht als Konkurrenz zur Regelschule, viel mehr möchten wir das Bildungsangebot hier im Tal auf das nächste Level heben und den interessierten Eltern die Möglichkeit bieten ihren Kindern eine alternative Bildung zu bieten, ohne die lange Fahrt nach Wörgl oder Innsbruck auf sich nehmen zu müssen. Schon die Fahrtzeit raubt unseren Kindern einen Großteil der Kindheit und steht der Freizeitgestaltung in Vereinen, Schulen, mit Nachbarskindern und der damit verbundenen wichtigen sozialen Kompetenz im Weg.
Unser pädagogisches Konzept

Unser ganzheitliches pädagogisches Konzept richtet sich in seinen Grundzügen nach den Erkenntnissen von Dr. Maria Montessori und wird von den Erkenntnissen Vera F. Birkenbihl beeinflusst. Maria Montessoris Konzept wurde während der zunehmenden Industrialisierung und der damit neu erschaffenen sozialen Kälte entwickelt. Natürlich haben wir die Industrialisierung längst überwunden, aber viele klagen über eine zunehmende soziale Kälte, Ellenbogenmentalität, fehlende Werte, Verwahrlosung, Verrohung der Jungend und vielem mehr. Statt der geborgenen Großfamilie, hetzten die Eltern von Job zu Job. Vera F. Birkenbihl hat schon vor vielen Jahren erkannt, dass der Leistungsdruck der Eltern eins zu eins an die Kinder weitergegeben wird. Schüler und Schülerinnen, aller Alters- und Schulstufen, werden zu Lern-Akkordarbeiter erzogen. Es zählt lediglich die reine Stückzahl/Note um ein Lohn bzw. Lob zu erfahren. Das Scheitern eines Kindes wird von den Eltern persönlich genommen und gleich mal der Druck weiter erhöht. Unsere und ihre Erfahrungen haben gezeigt, dass die echten Entwicklungs- und Lernprozesse in Kindern nur aus der inneren Motivation heraus angestoßen werden können und nur dann nachhaltige Ergebnisse erzielt werden. Jedes Kind hat das Recht sich gemäß seinen Anlagen zu entwickeln und gefördert zu werden.

Soziale Kompetenz lernt man nicht mit Ellenbögen!
Jeder von uns wird als soziales Wesen geboren und möchte von Anfang an mit dazu gehören. Respekt, Wertschätzung und Anerkennung bilden die Grundpfeiler. Alle Kinder wollen lernen, sie können gar nicht anders. Jeder von uns Erwachsenen kennt die endlosen Fragen nach dem „Sein“, den Zusammenhängen und woher etwas oder wir kommen. Es entspricht voll und ganz dem Entwicklungsplan, gerade im Kindesalter, alles "aufzusaugen - wie ein Schwamm". Sein wir doch mal ehrlich, wie oft hat uns die Schulglocke beim Lernen unterbrochen, gerade als wir begonnen haben die Zusammenhänge in Mathe zu verstehen, es spannend wurde im Geschichtsunterricht oder wir gemeinsam mit Freunden an einem Theaterstück geschrieben haben. Kinder wollen nur nicht lernen, wenn es auf dem Stundenplan steht oder wenn sie gezwungen werden - übrigens mögen wir Erwachsene das genauso wenig. Darum leiten wir die Kinder an und helfen ihnen bei  der Entscheidung, womit sie sich als nächstes beschäftigen wollen und begleiten sie beim Lernen. Die Angebote und Möglichkeiten sind natürlich zeitlich und kapazitätsmäßig begrenzt. Auch das sind Grenzen, die Kinder wahrnehmen: "Ich kann nicht immer tun, wonach ich Lust habe".
Begeisterung...ist die schönste Motivation!
Kinder interessieren sich nicht dafür, was wir glauben, dass für sie wichtig ist. Sie möchten darüber etwas erfahren, was für uns "Große" bedeutungsvoll und wertig ist. Da gewinnt das Mittagessen kochen der Mama die gleiche Bedeutung, wie Papas Job. Darum sollten wir uns bemühen den Kindern keine künstliche, abstrakte, nicht begreifbare Welt zu erschaffen, die sie mit mehr Fragen als Antworten zurücklässt, sondern sie mit echten Situationen aus der realen Welt zu konfrontieren, die sie meistern können. Das sind Aufgaben, an denen sie wachsen können. Wenn es dann noch spannend wird, dann wird die Welt um sie herum ausgeblendet und mit allen Sinnen gelernt. Lernerfahrungen dieser Art, über verschiedenste Sinne empfangen, bleiben ein Leben lang bestehen und werden mit und in unserem gesamten System vernetzt. Nicht umsonst ist ein viel zitierter Leitspruch Maria Montessori: „Hilf mir, es selbst zu tun!“

Für alle Interessenten gibt es im Februar und März ein Intensivseminar: 

Am Anfang des Weges

Montessoripädagogik in der Praxis Intensivseminar
Die Arbeit und das Werk Maria Montessoris zeigt, dass das Leben des Menschen und seine Entwicklung in einer „transversalen“, das bedeutet in einer tiefschöpfenden und übergreifenden Weise verstanden werden muss, wenn wir das Leben und uns selbst verstehen wollen in einer Form von Selbst- und Weltaneignung. An zwei Wochenenden soll nicht nur von Hintergründen der Montessoripädagogik die Rede sein, von kosmischen Zusammenhängen und einer wunderbaren Materialvielfalt, sondern auch aufgezeigt werden, wie wesentlich eine beschützende Lernatmosphäre und ein offenes geistiges Umfeld in der kindlichen Entwicklung sind. Neue Wege sind zu gehen. Univ.-Prof. Dr. Hilarion Petzold, Entwicklungspsychologe, gibt uns Erwachsenen etwas mit auf den Weg: „Die konviviale Grundlage unseres Lebens auf diesem Planeten muss ins klare Bewusstsein gehoben werden, damit wir erkennen: Wir müssen uns überhaupt erst in passgenauer Weise zur Welt hinwenden. Unser Handeln muss erst aus einem bewussten reflexiven, ja hyperreflexiven Weltverstehen erfolgen, dass um die Verletzlichkeit der Welt/Natur weiß und unsere damit verbundene eigene Verletzbarkeit realisiert.“

Kurskosten: € 500.-
Anmeldung: info@spielraeume.org
+43 2842 53986
www.spielraeume.org

Autor:

Chris Budeck aus Schwaz

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