Pflege
Übergangslösung in Langzeitpflege eröffnet – mit VIDEO

Überzeugten sich von den freundlichen und hellen Zimmern: GF Margit Holzhammer, LR Bernhard Tilg, Wolfgang Berchtel (SeneCura), Leiter Martin Lehner und Obmann Franz Hauser
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  • Überzeugten sich von den freundlichen und hellen Zimmern: GF Margit Holzhammer, LR Bernhard Tilg, Wolfgang Berchtel (SeneCura), Leiter Martin Lehner und Obmann Franz Hauser
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BEZIRK SCHWAZ. Im 1. Stock des Schwazer Bezirkskrankenhaus hat eine Langzeitpflege als Übergangslösung mit 20 Betten eröffnet.

Das Thema Pflege ist im Bezirk Schwaz im Moment geprägt von Sanierungen und Umbauten. In der Gemeinde Mayrhofen wurde kürzlich das Sozialzentrum neu erbaut, in der Gemeinde Zell am Ziller sind die Sanierungsarbeiten bereits angelaufen und in Schwaz wird nach dem verheerenden Brand im Seniorenheim bereits am Wiederaufbau gearbeitet. Dies bedeutet aber vor allem, dass im Bezirk eine Übergangslösung für die benötigten Pflegestellen benötigt wird. Im Bezirkskrankenhaus Schwaz wurde so jetzt eine Übergangslösung bis zur Umsetzung der stationären Bettenkapazitäten in Form einer Langzeitpflegestation im 1. Stock umgesetzt.

20 Betten

Zur Verfügung stehen 20 Langzeitbetten für ältere, pflegebedürftige Menschen. Die Station ist vom Land Tirol bis Ende 2025 bewilligt und wird von der SeneCura betrieben.

"Wir haben sehr gute Erfahrungen mit der SeneCura in unserer Kurzzeitpflege und Übergangspflege gemacht. Daher freut uns die Zusammenarbeit sehr", so Franz Hauser, Obmann des Gemeindeverbandes Pflegestation Bezirk Schwaz.

Auch für Wolfgang Berchtel, Regionaldirektor SeneCura Tirol und Vorarlberg sieht das ähnlich:

"Wir haben auf Anfrage sofort zugesagt, weil wir vorher bereits zehn Jahre fast perfekte Zusammenarbeit haben."

Neuer Ansatz

Bernhard Tilg, Landesrat für Gesundheit, Pflege- und Betreuungseinrichtungen lobt die durchdachte Art der notwendigen Übergangslösung.

"Die Unterbringung der 20 Betten hier vor Ort im Bezirkskrankenhaus ist optimal gelöst, bis die Betten dann Ende 2025 in die fertiggestellten und erweiterten Pflegeeinrichtungen planmäßig im Bezirk integriert werden", so der Landesrat.

In dieser Form eine Langzeitpflege innerhalb eines Krankenhauses zu haben, ist etwas Neues im Land Tirol. Aber bereits mit der Einführung der Übergangspflege hat das BKH Schwaz einen Trend gesetzt, der mittlerweile schon in anderen Krankenhäusern umgesetzt wurde. 

Ärzte mussten übersiedeln

Die Räumlichkeiten im 1. Stock des Südtrakts im BKH Schwaz wurden umgebaut und adaptiert.

"Die Station wurde im Zuge des Ausbaues 2011 errichtet, bereits mit dem Gedanken an eine zukünftige Pflegestation, die bislang noch nicht gebraucht wurde. In der Zwischenzeit wurden die Räumlichkeiten teilweise als Dienstzimmer für Ärzte genutzt", erklärt Bgm. Franz Hauser.

Innerhalb von sechs Monaten konnte daraus eine Pflegestation gemacht werden.

"Das ganze Haus hat hier mitgeholfen und ich möchte mich dafür bedanken, wie gut und pragmatisch alles abgeklärt wurde", so Margit Holzhammer, Geschäftsführerin des BKH Schwaz.

Es stehen nun sechs Einzelzimmer und acht Doppelzimmer sowie Gemeinschaftsräume zur Verfügung.

Kleine Einheit

"So eine kleine Einheit ist eigentlich als Langzeitpflege nicht wirtschaftlich führbar. Aber dank der Unterstützung der Gemeinde [Vorfinanzierung des Umbaus um 1,4 Millionen Euro, Anm.] und dem Naheverhältnis zum Krankenhaus ist es hier möglich", so Wolfgang Berchtel von der SeneCura.

Das Krankenhaus unterstützt die Langzeitpflege, wenn es um die Strukturen geht, alle Leistungen werden jedoch bezahlt.

"Die Langzeitpflegestation ist separat vom Krankenhaus zu sehen", betont Margit Holzhammer. 

Freundlich und hell

In einem Rundgang wurden mit Haus- und Pflegedienstleiter Martin Lehner die neuen, hellen Räumlichkeiten besichtigt. Eine gemütliche Ausstattung in einem modernen Ambiente schaffen eine wohnliche, freundliche Atmosphäre. Gemeinsame Wohnräume und Aufenthaltsbereiche laden zum Verweilen und Plaudern ein.

"Der Start hat bereits super funktioniert und die Zusammenarbeit mit dem Gemeindeverband und die Unterstützung durch das Krankenhaus hat gut funktioniert. Derzeit haben wir zehn Bewohner schon da. Wir haben auch bereits alle 17 Mitarbeiter gefunden, die wir brauchen. Sie wurden etappenweise angestellt. Die Mitarbeiter sind hochmotiviert, hier etwas Neues aufzubauen", erklärt Martin Lehner. 

Bedarf ist da

Dass der Bedarf an Pflegebetten groß ist, ist nichts Neues. Doch auch von ärztlicher Seite her wurde dieser Bedarf immer wieder betont. Hannes Gänzer, stellvertretender ärztlicher Leiter hat besonders auf der Inneren Medizin öfters mit der Problematik zu tun, dass Patienten aus dem Krankenhaus entlassen werden könnten, aber keinen Platz dafür haben. Mit der Übergangspflege konnte hier bereits einiges abgefedert werden, aber jetzt mit der Langzeitpflege wird das Entlassungsmanagement leichter gehen.

"Wir merken, dass jedes Bett in Altersheimen zusätzlich die Situation leichter macht", so Hannes Gänzer. 

Die Anmeldung für einen Pflegeplatz kann direkt beim SeneCura Sozialzentrum Schwaz oder das Entlassungsmanagement des BKH Schwaz erfolgen.

Video

Im kurzen Videobeitrag erklärt Leiter Martin Lehner die Fakten rund um die neue Station und Sie sehen Einblicke in die freundliche Gestaltung der Räumlichkeiten.

Informiert in den Tag starten!

Mit dem Bezirksblätter "Update am Morgen".

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Autor:

Dagmar Knoflach-Haberditz aus Schwaz

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