„Ich bin keine Society-Lady“

Mit Esprit und Fröhlichkeit und Herzlichkeit ist Maya eindeutig eine Frau mit Seltenheitswert.
  • Mit Esprit und Fröhlichkeit und Herzlichkeit ist Maya eindeutig eine Frau mit Seltenheitswert.
  • Foto: Archiv
  • hochgeladen von Barbara Schießling

Mit einem strahlenden Lächeln, das weder aufgesetzt noch gespielt ist, wird man von Maya Schwitzer begrüßt. Von Platitüden und Förmlichkeiten hält diese Dame nicht viel. Sie ist wie sie ist und fühlt sich gut dabei. Direkt und ehrlich steht sie zu ihrem Wort. Bei Mayas Herzlichkeit, Intelligenz und ihrem herrlichen Sinn für Humor ist schnell mit dem Klischee aufgeräumt, dass Ruhm und Reichtum gleich Arroganz bedeuten.

BEZIRK (bs). Im Alter von zehn Jahren besuchte Maya die Skihauptschule in Neustift. „Das war der Wunsch meines Vaters. Ich hatte die Wahl zwischen der Ursulinen-Klosterschule oder der Skihauptschule. Nonne wollte ich bestimmt nicht werden“, erzählt sie. Mit 14 packte sie dann allen Mut zusammen und machte ihren Eltern klar, dass sie nicht scharf darauf war, beim Ski-Weltcup mitzufahren. Daraufhin wechselte sie in die Glasfachschule in Kramsach. „Das war eine sehr aufregende und schöne Zeit. Meine Schulfreunde und ich kamen uns dabei so cool und lässig vor. Wir die Künstler“, gibt sie lachend zu. Danach folgte ein Jahr in Paris, doch die Sehnsucht nach der Heimat zog sie wieder zurück nach Tirol. „Die Firma Swarovski engagierte mich als Designerin für ihre Figuren und für Schmuck. Einige Zeit arbeitete ich für das Unternehmen in Amerika.“ Bald darauf wurde sie mit ihrem ersten Kind schwanger. Kurz darauf lernte sie ihren Ehemann Rainhard kennen und sie gründeten zusammen eine Familie.

Kennen tut man die charismatische Dame aus Zeitungen und Zeitschriften. Meist wird sie dort als „Society-Lady“ bezeichnet, was Maya unverständlich ist. „Ich halte nichts von der Bezeichnung ‚Society-Lady‘. Wenn ich diesen Titel im Insert von Fernsehmagazinen lese, frage ich mich oft, was das heißen soll. Vor allem bei mir. Ich bin Ehefrau, Mutter von vier Kindern und arbeite wie jede andere auch. Wenn mich jemand als etwas bezeichnen muss, dann bitte als Designerin, schließlich ist das mein Beruf“, und räumt dabei gleichzeitig mit den bekannten Klischees auf.

Wie sonst bei so vielen bekannten Menschen kann Maya nicht nur lächeln. Nein, sie bricht auch gerne in schallendes Gelächter aus. Was man ihr vor allem zugute halten muss, ist ihr herrlicher Sinn für Selbstironie. Von dieser Natürlichkeit ist man zwischendurch immer wieder baff.

Maya holt ihre zwei jüngsten Kinder (12 und 14) von der Schule ab, geht einkaufen und kocht. Laut ihren Kindern ist sie auch eine Meisterin auf diesem Gebiet. Deshalb reservieren sich auch ihre zwei älteren Söhne (22 und 24) öfters einen Platz am gedeckten Tisch. Ihre tägliche Lektüre ist „Der Standard“, „obwohl Politik nicht gerade eine kuschelige Branche ist“, stellte sie fest. Nicht nur ihre eigene Familie erfüllt sie mit ihrer Herzlichkeit, auch Kinder und Familien in Not werden von Maya wohltätig unterstützt. „Wir haben viele Projekte am Laufen: Waisenhäuser in Äthiopien, Rumänien und in Tansania sowie eine Kinderklinik in Ifakara. Außerdem führen mein Mann und ich einen Sozialfond, der Familien in der Schwazer Umgebung unterstützt“, erklärt sie. Für den 21-jährigen behinderten Mustafa aus Imst ist sie Patin und sichtlich stolz auf den kreativen Burschen. „Mustafa ist sehr talentiert und ich bin so begeistert von seinem frischen und freundlichen Charakter“, unterstreicht sie mit aufblitzenden Augen.

Außerdem sei angemerkt: In Sachen Mode und Styling ist diese Dame eine Koryphäe.

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