Abschied TVB Silberregion Karwendel

BB: Was waren die Dinge, die in dieser Zeit in der Silberregion Karwendel besonders gut funktioniert haben?
MS: Für die Vermieter war sicherlich die Einführung der Kinderskikurse der wichtigste Schritt. Während der gesamte Tiroler Tourismus einen starken Winter mit größeren Skigebieten hat, kämpft die Silberregion in diesem Markt mit kleinen Skigebieten mit. Die Kleinstskigebiete haben andere Stärken, aber für die Kommunikation dieser Vorteile reicht unser Marketingbudget nicht aus. So waren die für die Gästekinder kostenlosen Skikurse eine hervorragende Möglichkeit, den Winter in der sonst schwachen Winterregion zu bewerben. Wir konnten den weiteren Rückgang der Nächtigungen im Winter auffangen und eine Frequenzerhöhung bei den Liften erreichen. Die Vermieter haben mit dem Kinderskikurs ein wettbewerbsfähiges Produkt für Familien, es ist für viele Gäste der Buchungsgrund für die Region im Winter. Ohne Kinderskikursangebot würden Familienurlauber die Region nicht wahrnehmen. Der Erfolg gibt uns recht, einige Destinationen haben versucht, dieses Paket ebenfalls anzubieten.

BB:Welche Verbesserungen wurden erzielt
Schmidt: Es wurden viele strukturelle Verbesserungen im Verband passiert. Aus 12 Verbänden wurde ein Verband, der jetzt auch ein Leitbild hat. Die Zusammenarbeit hat sich unter den Leistungsträgern verbessert. Der Umsatz pro Bett ist sehr hoch in der Region und viele Vermieter haben diesen Dank Vermieterseminaren und Schulungen im TVB noch weiter ausbauen können. Es gibt aber auch noch viel zu tun.

BB: Was zeichnet die Silberregion Karwendel aus?
Schmidt: Die Silberregion Karwendel hat sehr viele unterschiedliche Schätze und Anziehungspunkte. Es gibt Nächtigungstourismus in Form von Erholungsurlaub, aber auch in Form von Businessgästen. Und die Region ist sehr stark im Ausflugstourismus. Es ist ein spannendes Angebot, mit vielen Möglickeiten.

BB: Mit was kämpft man besonders als Geschäftsführer eines Tourismusverbands?
Schmidt: Wenn man ein so vielfältiges Angebot wie die Silberregion hat, ist es schwer möglich, es allen Touristikern recht zu machen. Jeder Interessensvertreter hält sein Thema als das Wichtigste und das passt nicht unbedingt zum Interesse des Nachbarn. Ein Verband ist aber für alle da. Und auch die Vereine und die Gemeinden haben ihre Wünsche. Da stand ich als Geschäftsführer in der Erfüllung aller Anliegen oft zwischen den Interessen der Funktionäre und der Akteure - trotz guter Absicht ein erfolgreiches Ziel für den Verband zu erreichen.

BB: Was bringt die Zukunft für Sie persönlich?
Schmidt: Es gab in den letzten Jahren einen starken Wandel im Marketing von touristischen Leistungen. Früher war Tourismusmarketing das Schalten von Anzeigen oder Produzieren von Printmedien. Dann kam das Internet mit Online-Banner, dazu die Werbung auf Google und vor einigen Jahren Facebook. Von Booking, AirBnB ganz zu schweigen. Der Werbedruck auf uns Komsumenten ist extrem gestiegen. Wir werden täglich mit immer mehr Werbebotschaften konfrontiert, von denen wir am Ende des Tages nur mehr sehr wenige im Kopf haben. Ich beobachte einen Wandel bei Firmen wie BMW oder Daimler, wo man sich vom reinen Anzeigengeschäft verabschiedet und auf das Geschichtenerzählen bei der Zielgruppe konzentriert. Es tun sich hier viele Chancen auf, wo ich mich künftig sehe.

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