Jenbach
Bgm-Kandidat Wirtenberger zeigt sich angriffslustig

Christian Wirtenberger kandidiert als Bürgermeister der Marktgemeinde Jenbach. Er ist seit 30 Jahren für die Kommune tätig.
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  • Foto: privat
  • hochgeladen von Florian Haun

BB: Bezüglich der Gehälter von Amtsleiter Astl und Ihnen kursieren Zahlen jenseits der € 100.000 brutto jährlich. Stimmen die Zahlen bzw. wie ist es möglich, dass man als Beamter auf ein Gehalt dieser Höhe kommt?

WIRTENBERGER: "Beamte wie Vertragsbedienstete unterliegen einem Gehaltsschema. Das bedeutet, alle Gehälter, ab Eintritt bis zur Pensionierung, sind genau vorgegeben. Es ist daher völlig normal, dass man als Beamter in leitender Funktion am Ende seiner Laufbahn ein Gehalt in dieser Höhe erhält. Viel mehr erschreckt mich die Tatsache, wie viel der Staat davon kassiert. Das war mir nicht bewusst. Der Vergleich meines Gehaltes, nach über 30-jähriger Tätigkeit als Abteilungsleiter, mit dem Posten eines Magistratsdirektors bei der Einstellung ist unseriös. Wer erhält nach über 30 Jahren den gleichen Gehalt wie am Beginn."

BB: Sie kandidieren in der Marktgemeinde Jenbach als Bürgermeister. Wäre das für Sie nicht ein finanzieller Rückschritt?
WIRTENBERGER: "Ich arbeite aus Leidenschaft, meinen Beruf übe ich nicht des Geldes wegen, sondern der Berufung willen aus. Als Bürgermeister kandidiere ich, um etwas zu bewegen und zum Wohle der Jenbacher Bevölkerung zu verändern. Zweieinhalb Jahre vor meiner Pensionierung sehe ich ganz klar die Probleme, die es in der Marktgemeinde Jenbach zu bewältigen gibt. Diese Aufgaben gilt es anzupacken, damit der Stillstand endlich ein Ende hat. Das sind die Motive meiner Kandidatur und nicht das Geld. Ich habe mich in den letzten Jahrzehnten nicht von Bürokratie wechselnden Bürgermeistern usw. entmutigen lassen, sondern mich stets auf Veränderungen eingelassen. Im Moment fehlen mir jedoch diese Veränderungen in die richtige Richtung."

BB: Denken Sie, dass man Ihnen im Vorfeld der Wahl schaden will?
WIRTENBERGER:
 "Natürlich geht es nur darum. Das versuchen Einige schon seit Jahren. Wenn man offen die Wahrheit anspricht und sich kein Blatt vor den Mund nimmt, muss man in der heutigen Zeit mit solchen Reaktionen rechnen. Ich werde mich aber auf keinen Fall von meinem Weg abbringen lassen. Seit über 30 Jahren versuche ich das Beste für die Gemeinde zu erreichen und da muss man auch mit Menschen leben können, die es nicht gut mit einem meinen."

BB: In Bezug auf die Marktgemeinde Jenbach: Was sind, Ihrer Ansicht nach, die größten Herausforderungen für die Zukunft bzw. wo gibt es die größten Probleme in der Gemeinde zu bewältigen?
WIRTENBERGER:
"Wir von der SPÖ Jenbach haben in den letzten Monaten ein offenes, lebendiges Programm für Jenbach erarbeitet, welches auf unserer Homepage, unter www.spoe-jenbach.at, nachzulesen ist. Es gibt eine Vielzahl an Problemen, die Versäumnisse der letzten Jahre müssen aufgeholt und aufgearbeitet werden. Das wird die zentrale Arbeit der nächsten Gemeinderatsperioden sein. Wir sind dabei jederzeit offen für sachliche Kritik und ich lade jede:n Interessierte:n zur Mitarbeit ein."

BB: Wie stehen Sie zur türkischstämmigen Community in Jenbach? Denken Sie, dass die Integration gut funktioniert?
WIRTENBERGER: "Die Integration funktioniert leider noch nicht so wie sie sollte. Auch bei dieser Thematik gibt es noch genug Luft nach oben. Meiner Meinung nach bedeutet Integration nicht Bevorzugung, viel mehr soll dadurch ein möglichst harmonisches Zusammenleben in unserer Gemeinde gewährleistet werden. Ich bin davon überzeugt, dass sich auch für diese Problematik Lösungen finden lassen, sobald ihr mehr Bedeutung geschenkt wird."

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