Br. Erich Geir: 40-jähriges Priesterjubiläum

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Für Menschen da sein – in Zeiten der Freude, aber auch in bitteren Stunden, wenn das Leben von Sorgen und Nöten geprägt ist. Aus diesem Grund hat sich Br. Erich Geir entschieden, Priester zu werden. Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums seiner Priesterweihe und kurz vor seinem 70. Geburtstag blickt er auf einen großen Wirkungskreis zurück und betont: „Seelsorge ist Teamarbeit“.

„Wie ein großes Familienfest“

„Ich kann mich noch gut an den 27. Juli 1975, den Tag meiner Priesterweihe, erinnern“, sagt Br. Erich Geir, der nach der Matura 1966 in den Kapuziner-Orden eingetreten ist und gemeinsam mit seinen Mitbrüdern später die Pfarren Werfen, Werfenweng und Tenneck betreut hat: „Weil ich eng mit den Menschen dort verbunden gewesen bin, haben sich auch viele mit mir gefreut, als mich der damalige Erzbischof von Salzburg, Karl Berg, in Werfen zum Priester geweiht hat und nicht wie andere Priesteramtsanwärter gemeinsam an einem Tag in Salzburg. Eine Ausnahme als Anerkennung des Engagements der Kapuziner in der Region. Es war wie ein großes Familienfest. Ich habe mich sehr gefreut, dass neben der Pfarrbevölkerung auch viele Vereine teilgenommen haben.

Menschen begleiten und ihnen Mut machen

In den letzten 40 Jahren hat Br. Erich Geir an vielen Orten in Oberösterreich, Tirol und Salzburg gewirkt. Seelsorge ist Br. Erich Geir dabei stets ein Herzensanliegen gewesen: „Ich bin seit 2007 wieder in Fügen und fühle mich hier sehr wohl. Neben meiner Tätigkeit im slw in Fügen, Axams und Innsbruck arbeite ich als Vikar im Seelsorgeraum Fügen, Uderns und Ried- Kaltenbach. Ich unterstütze Pfarrer Erwin Gerst in der Feier der Gottesdienste. Es freut mich, dass ich Menschen bei wichtigen Ereignissen im Leben begleiten darf: zum Beispiel bei der Taufe oder bei der Hochzeit.“
Br. Erich Geir engagiert sich in seiner Freizeit auch bei der Bergrettung St. Jodok, Schmirn, Vals. Seine seelsorgliche Arbeit geschieht unter dem Gedanken: „Ich möchte den Menschen dienen, sie begleiten und mit ihnen ein Stück des Weges gehen. Ich möchte ihnen Mut machen. Zeigen, dass das Leben lebenswert ist – trotz Hürden. Auch dann, wenn es manchmal schwierig ist.“

Rückhalt in der Brudergemeinschaft

Br. Erich Geir hat sich bewusst für ein Leben als Kapuziner entschieden und folgt damit dem franziskanischen Grundgedanken eines bescheidenen Lebens mit hilfsbedürftigen Menschen: „Die Brüdergemeinschaft gibt großen Rückhalt, denn hier begegnet man sich auf Augenhöhe. Und im direkten Kontakt spürt man die enge Verbundenheit der Brüder untereinander.“
Im Juni 2014 haben die Mitbrüder in der Kapuzinerprovinz Österreich-Südtirol Br. Erich großes Vertrauen ausgesprochen und ihn zu einem der vier Provinzräte ernannt. Damit gehört er bis zur nächsten Wahl in zwei Jahren zum Leitungsgremium der Provinz, der insgesamt etwa 115 Brüder an derzeit 20 Klosterstandorten angehören.

Kraft tanken beim Bergsteigen oder Skifahren

Br. Erich Geir ist auch Leiter des Pastoralteams im slw (Soziale Dienste der Kapuziner) und damit für junge Menschen und Menschen mit Behinderungen da, die sich eine spirituelle Begleitung in ihrem Leben wünschen. Kraft für seine Arbeit tankt er vor allem in der Natur, beim Bergsteigen oder Skifahren. „Mir ist wichtig, dass meine spirituelle Begleitung authentisch bleibt und dass ich das ‚Getragen sein von Gott‘ ohne religiöse Worthülsen vermitteln kann. Daher brauche ich auch selbst Zeit für Ruhe und Gebet, um dann wieder für andere da sein zu können und ihnen neue Zuversicht zu geben.“

Autor:

Florian Haun aus Tirol

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