Go Go Goggomobil – absoluter Kult

Die Front des Kultwagens wirkt auf den
 ersten Blick durchaus bullig.
4Bilder
  • Die Front des Kultwagens wirkt auf den
    ersten Blick durchaus bullig.
  • Foto: Florian Haun
  • hochgeladen von RMagazin Schwaz

VOMP (fh). Wer gezielt nach Oldtimern sucht, wird immer wieder aufs Neue überrascht. Diesmal haben wir wieder einen ganz besonderen Leckerbissen auf Lager. Hans Schwaiger (Fa. Spezialmaschinen Schwaiger) hat in seiner Firmenhalle ein voll fahrtaugliches Goggomobil stehen. Ein Wagen, der wohl nur der älteren Generation in Erinnerung sein dürfte, denn das Auto (es gab drei Ausführungen: TS 250, TS 300 und TS 400) wurde von 1959 bis 1969 in Dingolfing von der Hans Glas (Onkel von Uschi Glas) GmbH hergestellt. Hans Schwaiger hat sich mit dem Kauf des Wagens einen Kindheitstraum erfüllt, denn als er ein Junge war, besaß bereits ein Mann in der Nachbarschaft denselben Wagen. Als er von einem Modell erfuhr, das in Deutschland zum Verkauf stand, überlegte er nicht lange und ist nun stolzer Goggomobil-Besitzer.

Ausgefeilte Technik

Der gebläsegekühlte Zweizylinder-Zweitaktmotor und ein daran verblocktes teilsynchronisiertes Vierganggetriebe befinden sich im Stufenheck. Der Motor leistet 13,5 Pferdestärken. Mit diesem Motor ausgestattet durfte das Goggomobil auch von Inhabern eines Motorradführerscheins der Klasse 4 (Fahrzeuge bis 250 cm³) gefahren werden. Der Preis betrug etwa 3.500 D-Mark. Die Hans Glas GmbH baute auch Roller und Traktoren, und das Goggomobil wurde sogar im Rennsport eingesetzt. In den 60er Jahren machten Marlotte und Peter Backhaus (Fotografin und Journalist) eine Weltreise im Goggomobil, und aus diversen Peter Alexander- oder Peter-Weck-Filmen kennt man den Wagen auch noch.

Seltenes Stück

Am 30. Juni 1969, zwei Jahre und sechs Monate, nachdem BMW die Hans Glas GmbH übernommen hatte, endete die Produktion des Goggomobils. Insgesamt wurde das bis zu 4030 DM teure Gefährt 284.491 Mal gebaut, davon wurden 214.313 Exemplare als Limousine, 66.511 Exemplare als Coupé und 3.667 Exemplare als Transporter gefertigt. Heute gibt es noch ungefähr 2500 fahrtüchtige Goggomobile.
Zwischen 1957 und 1960 baute WSK Mielec in Polen vom Goggomobil T300 abgeleitete Kleinfahrzeuge mit dem Namen Mikrus. Nach 1728 Exemplaren wurde die Produktion eingestellt. In Australien entstand bei der Buckle Motors Pty Ltd in Sydney von 1959 bis 1962 ein kleiner Roadster namens Dart mit einer flachen, schnittigen Kunststoffkarosserie und der Technik (einschließlich der Motorhaube) der Goggomobil-Limousine. In Spanien wurde von 1962 bis 1967 bei Munguía Industrial S.A. (Munisa) aus Bilbao in der Provinz Bizkaia das Goggomobil als Munisa Goggomobil in Lizenz gebaut.

Goggomobil des Typs TS 250

Gebaut von Hans Glas
Motorisierung:
Das Goggomobil von Hans Schwaiger leistet 13,5 PS und konnte auch von Motorradlenkern gefahren werden
Baujahr:
1969
Filmauftritte
Mit Peter Weck und Peter Alexander

Du möchtest regelmäßig Infos über das, was in deiner Region passiert?

Dann melde dich für den meinbezirk.at-Newsletter an.

Gleich anmelden

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Aktuell
Informiert in den Tag starten!

Mit dem Bezirksblätter "Update am Morgen".

Jetzt lesen

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen