Hochwasserschutz: Man tut, was man kann

BEZIRK SCHWAZ (fh). Zugegeben - das Thema ist emotional aufgeladen und das kommt nicht von ungefähr denn es geht um Grund und Boden bzw. dessen Nutzung für den Hochwasserschutz. Das Land Tirol hat hier ein Monsteraufgabe vor sich denn abgesehen von der Tatsache, dass sich mancherorts bereits Widerstand regt, ist sehr viel Überzeugunsarbeit zu leisten. "Wir suchen das Gespräch bzw. den Konsens mit den Grundeigentümern und den Gemeinden denn im Endeffekt ist es so, dass man um das Thema nicht herumkommen wird. Im Unterland sind wir mit den Planungen schon sehr weit und unser nächste Schritt ist das mittlere Inntal mit 13 Gemeinden", erklärt LHStv. Josef Geisler.
Die Zuständigkeit liegt, laut Auskunft des Landes und der BH Schwaz, eindeutig bei den Gemeinden und daher ist man dabei Wasserverbände zu Gründen welche die Aufgaben für den Hochwasserschutz übernehmen sollen. "Wir haben in Tirol im Falle eine 100-jährigen Hochwassers 3.000 ha Überflutungsfläche und 360 ha davon sind Bauland. Natürlich arbeiten wir intensiv daran das Bauland aus der roten Zone herauszubekommen und natürlich geht das nicht von heute auf morgen", erklär Markus Federspiel, Leiter der Abteilung Wasserwirtschaft im Land.

Intensiver Prozess

Von Seiten der Politik und auch der Behörden hat man gemerkt, dass mit großen Versammlungen bzw. Informationsveranstaltungen zum Thema Hochwasserschutz kaum etwas zu erreichen ist. "Das Thema ist emotional so aufgeladen, dass wir jetzt einen anderen Weg gehen und quasi parallele Gemeinden und Grundbesitzer informieren. Natürlich ist es utopisch zu glauben, dass man alle zufrieden stellen kann aber wir sind auf einem guten Weg und sowohl die Bürgermeister als auch die Grundbesitzer signalisieren uns ein positive Grunstimmung", erklärt Michael Brand, Bezirkshauptmann von Schwaz.

Studien?

In der Vergangenheit hat man sich von Seiten des Landes z.B. mit der Wirtschaftskammer über die Berechnungsmodelle des 100-jährigen Hochwassers gestritten und immer wieder tauchte das Schlagwort "alpine Retention" auf. LHStv. Josef Geisler findet in diesem Zusammenhang klare Worte: "Unsere Studien bzw. Berechnungsmodelle stimmen und das Thema alpine Retention wurde von der Technischen Universität Wien geprüft und das Ergebnis war, dass es nahezu keine Wirkung am Inn ergeben würde", so Geisler

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