Unsere Erde
Im Lebensmittelhandel ist Plastik großes Thema

Maria von der Feinkostabteilung des Sparmarktes Seder in Jenbach gibt die Schnittwurst in mitgebrachte Dosen
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  • Maria von der Feinkostabteilung des Sparmarktes Seder in Jenbach gibt die Schnittwurst in mitgebrachte Dosen
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JENBACH. Bei Peter Seder vom Sparmarkt in Jenbach wird Bewusstsein für das Thema Umwelt geschaffen.

JENBACH (dkh). Besonders im Lebensmittelhandel ist das Thema Plastikverpackung seit einiger Zeit das Thema Nummer Eins. Wir haben mit Peter Seder vom Sparmarkt in Jenbach gesprochen und ihn über das Plastiksackerl und geänderte Einkaufsgewohnheiten, befragt.

Papier- statt Plastiksackerl

97 Prozent der täglichen SPAR-Kunden haben bereits bisher ihr eigenes Sackerl mitgebracht oder kein Sackerl gebraucht. Die Umstellung auf Mehrweg-Tragetaschen oder Papiersackerln an der Kasse war daher für Kunden einfach. Etwas länger wird es noch dauern, bis Konsumenten es auch gewohnt werden ein Mehrweg-Netz für den Einkauf von Obst und Gemüse mitzubringen.

"Wir haben bereits eine Million solcher Mehrweg-Netze für Obst und Gemüse verkauft. Da aber nicht jeder Kunde bei jedem Einkauf ein solches Netz mitbringt, bieten wir auch Papier- und kompostierbare Obstsackerln an", so Seder.

In der Obst- und Gemüseabteilung wird auf Papiersackerl gesetzt, die kleinen durchsichtigen Plastiksackerl gibt es nicht mehr
  • In der Obst- und Gemüseabteilung wird auf Papiersackerl gesetzt, die kleinen durchsichtigen Plastiksackerl gibt es nicht mehr
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Die eigene Dose mitbringen

Manche Kunden achten auf einen plastikreduzierten Einkauf und greifen bewusst zu unverpacktem Obst und Gemüse, lassen sich an der Feinkost-Theke Käse und Wurst in ihre eigenen Boxen verpacken und wählen bei Fruchtsäften Mehrweg-Glasflaschen.
Konsumenten achten besonders bei Obst und Gemüse auf die Frische. Bei manchen Sorten Obst und Gemüse ist diese ganz ohne Verpackung möglich, wie bei Äpfeln oder Zitrusfrüchten. Hier ist Verpackung vor allem praktisch, weil beim Einkauf keine einzelnen Stücke in ein Sackerl gegeben werden müssen.

"Bei diesen Sorten merken wir mehr Nachfrage nach unverpacktem Obst. Andere Produkte wie Beeren oder Kräuter könnten wir ohne Verpackung gar nicht im Markt anbieten, da diese vor Sauerstoff und Druck geschützt werden müssen", erläutert der Kaufmann.

Hier sind Verpackungen durchaus sinnvoll und verpackte Produkte werden weiterhin gekauft.

Maria von der Feinkostabteilung des Sparmarktes Seder in Jenbach gibt die Schnittwurst in mitgebrachte Dosen
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Gegen Lebensmittelabfall

Kunden wollen frische und einwandfreie Lebensmittel kaufen – wenn dies auch mit alternativen Verpackungen möglich ist, wählen bewusst einkaufende Kunden diese auch aus.

"Unsere Aufgabe als Händler ist es, für Produktschutz, Frische und Haltbarkeit die bestmögliche Präsentation zu finden, denn Verpackung trägt viel zu Vermeidung von Lebensmittelabfällen bei", erfahren wir aus der Spar-Zentrale.

Das kann bedeuten, Produkte ganz ohne Verpackung anzubieten, mit Papierschleifen, Zellulose aus nachwachsenden Rohstoffen oder auch verpackt in recyclingfähiges Plastik. Denn beispielsweise tierische Produkte wie Frischfleisch oder Käse halten in luftdichten Plastikverpackungen deutlich länger frisch. Durch die Verpackung werden also weniger Lebensmittel schlecht, deren Umweltauswirkung in der Produktion deutlich größer ist, als die gesamte Verpackung.

Autor:

Dagmar Knoflach-Haberditz aus Schwaz

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