Käseschneide- und Verpackungsanlage startet Ende Februar

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SCHLITTERS (red). Von außen ist die gemeinsamen Käseschneide- und Verpackungsanlage von zehn Tiroler Kleinsennereien in Schlitters nur neun Monate nach dem Spatenstich so gut wie fertig. Bei einem Lokalaugenschein von LHStv Josef Geisler zeigte sich aber: Im Inneren herrscht noch rege Betriebsamkeit. Die Maschinen zum Schneiden, Reiben, Würfeln und Verpacken von täglich 20.000 kg Käse werden derzeit geliefert und montiert.

„Wir sind im Zeitplan und werden Ende Feber den Testbetrieb aufnehmen“, erklärt Hannes Esterhammer, Geschäftsführer der Heumilchsennerei Fügen und Aufsichtsratsvorsitzender der TirolPack. Ende März soll die Käseschneide- und Verpackungsanlage dann offiziell in Produktion gehen und innerhalb von drei bis vier Monaten im Vollbetrieb sein. Aber nicht nur der Zeitplan, auch der Kostenplan des 17 Millionen Euro Projekts wird eingehalten.

Heumilch als Trumpf am Markt
Die Erwartungen an die Käseschneide- und Verpackungsanlage sind groß. „Mit der Heumilch ist eine Tür aufgegangen. Diese Anlage wird einen Schub in der Vermarktung bringen und die bäuerliche Landwirtschaft stärken“, freut sich LHStv Josef Geisler auf den Tag, an dem in Schlitters die ersten Käselaibe vom Außerfern, dem Zillertal und dem Tiroler Unterland angeliefert werden. 47 verschiedene Käsespezialitäten werden dann in Schlitters bedarfsgerecht portioniert und verpackt. „Wir haben eine Renaissance der kleinen Strukturen. Die Menschen wollen hochwertige und sichere Lebensmittel aus der Region. Tirol bietet das“, sieht Geisler den Erfolg vorprogrammiert.

25 neue Arbeitsplätze
Parallel zu den finalen Arbeiten im Inneren der Käseschneide- und Verpackungsanlage läuft die Personalsuche. Vorerst 20, später 25 neue Arbeitsplätze entstehen am Standort Schlitters. „Noch sind einige Positionen zu besetzen“, sieht Esterhammer in der Zusammenstellung des Teams durchaus eine Kraftanstrengung.

Die zehn Sennereien, die sich zur TirolPack zusammengeschlossen haben, veredeln hochwertige Heumilch und Bio-Heumilch von über 1.500 Tiroler Bauernhöfen und Almen zu erstklassigen Käsespezialitäten und beschäftigen in den Stammbetrieben 200 MitarbeiterInnen. Die Käseschneide- und Verpackungsanlage ist in der ersten Ausbaustufe auf eine Produktionsmenge von 5.000 Tonnen pro Jahr ausgelegt. Mit der Einführung eines Zwei-Schicht-Betriebs wäre eine Kapazitätssteigerung auf 10.000 Tonnen pro Jahr möglich. Für die 4.300 m2 große Anlage wurden keine landwirtschaftlichen Flächen aus der Produktion genommen. Die Käseschneide- und Verpackungsanlage wurde auf einem ehemaligen Industrieareal errichtet.

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