Politik
Kaltenbach: Staatsanwaltschaft prüft Kaboom-Kosten

Das "Kaboom" in der Gemeinde Kaltenbach könnte zum finanziellen Desaster werden.
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KALTENBACH (fh). Es ist ein leidiges Kapitel in der Gemeinde Kaltenbach, denn anfangs war die Freude über eine Wiederbelebung der alten Tennishalle in der Gemeinde groß.

Das sogenannte "Kaboom" sollte ein Publikumsmagnet werden doch jetzt droht die am ersten Dezember eröffnete Freizeiteinrichtung in der Gemeinde zum finanziellen Desaster zu werden. Wie die BEZIRKSBLÄTTER-Redaktion erfahren hat hat die Opposition im Gemeinderat (Neue Liste Kaltenbach sowie FPÖ/Gwiggner) eine Sachverhaltsarstellung bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck gegen Bürgermeister Klaus Gasteiger eingereicht. Der Grund dafür ist die massive Kostenüberschreitung beim Bau des "Kaboom". Martin Sporer von der "Neuen Liste Kaltenbach" erklärt gegenüber der BEZIRKSBLÄTTER-Redaktion: "Wir sind nun bei Bauosten von 4,9 Millionen Euro angelangt und nach wie vor werden wir von Bürgermeister Gasteiger komplett im Unklaren darüber gelassen wie das passieren konnte. Am 16. Juni gab es einen Termin auf der BH Schwaz wobei uns klar gemacht wurde, dass es Kostentransparenz geben muss und uns hier ein finanzielles Fiasko droht. Der Bürgermeister hat auf darauf nicht reagiert und wir sehen jetzt keine andere Möglichkeit mehr als eine Sachverhaltsdarstellung einzureichen um ein Prüfung der Sache durch die Staatsanwaltschaft zu ermöglichen", so Sporer. 

Nachvollziehbar

Der Überprüfungsausschuss der Gemeinde hat, laut Martin Sporer, laufen darauf hingewiesen, dass die Kostentransparenz bzw. Rechnungen fehlen und auf die Gemeinde hier massive Kostenbelastungen zukommen. "Wir können so nicht weitermachen denn die Alarmglocken hätten bei Gasteiger schon viel früher läuten müssen. Wir können uns doch als Gemeinde nicht für so ein Projekt ins Unheil stürzen", erklärt Martin Sporer. Hansjörg Gwiggner, FPÖ-Gemeinderat in Kaltenbach, erklärt: "Im Überprüfungsausschuss der Gemeinde wurde bereits Ende Jänner klar, dass wir hier finanziell ein Problem bekommen. Bürgermeister Gasteiger hat unbeirrt weitergemacht und jetzt stehen wir bei knapp 5 Millionen an Baukosten. Wenn ich so etwas als privater Häuslbauer mache bin ich finanziell ruiniert und habe keinen Steuerzahler der dann für mich einspringt und die Zeche zahlt", erklärt Gwiggner gegenüber der Redaktion.

Gasteiger nimmt Stellung

Auf Anfrage der BEZIRKSBLÄTTER-Redaktion erklär Bgm. Klaus Gasteiger: "Ich kann dazu nur sagen dass der Gemeinderat einstimmig eine externe Prüfung des Projektes und der Zahlen beauftragt hat. Erst wenn das Prüfungsergebnis bekannt ist, werde ich dazu eine Auskunft geben, denn ich kann dem Prüfergebnis nicht vorgreifen." Außerdem betont der Bürgermeister, dass ein Förderantrag für das Projekt Kaboom beim Land Tirol eingereicht wurde, eine Antwort jedoch noch ausständig ist. Gefragt nach der Sachverhaltsdarstellung der Opposition bei der Staatsanwaltschaft erklärt Gasteiger dass er dazu keine Auskunft geben könne, da er den Inhalt des Schreibens nicht kenne.

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