Zillertal
Kampf gegen Lärm, Dreck und Abgase

ACHENKIRCH/JENBACH (fh). Die Wintersaison steht vor der Tür und mit ihr wird die ohnehin bereits massive Verkehrsbelastung weiter zunehmen. Wenn unzählige Touristen für den Winterurlaub im Zillertal anreisen ist automatisch auch die Bevölkerung im Achental sowie in der Region Jenbach/Wiesing in Mitleidenschaft gezogen. Das Transitforum Austria mit Obmann Fritz Gurigser hat an der Achenseebundesstraße umfassende Lärmmessungen mit teils erschreckenden Ergebnissen (Pegelüberschreitungen von 300 % am Tag und 390 % in der Nacht) durchgeführt. "Anstelle der zahlreichen 'Lippenbekenntnisse zum Lärmschutz' müssen Taten folgen, muss der Schwerpunkt im Land Tirol auf lärmreduzierende, technische und verkehrsrechtliche Maßnahmen gesetzt werden – sowohl Finanzierung als national und international verpflichtende Schutznormen sind gegeben. Der politische und behördliche Umgang mit Lärmschutzbekämpfung reicht nicht mehr aus", so Transitforumsobmann Fritz Gurgiser

Sperre Kasbach richtig

Für Gurgiser ist es eine erster, richtiger Schritt z.B. den Kasbach, Sommer wie Winter, für die, wie er sagt, "Pkw-Transitlemminge" zu sperren. Unabdingbar ist für Gurgiser aber auch, dass die BH Schwaz alle notwendigen Maßnahmen trifft, um auf der Achenseestraße (B 181) dauerhaft die „Sicherheit, Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs“ aufrecht zu halten und „Gefahren oder Belästigungen, insbesondere durch Lärm, Geruch oder Schadstoffe“ hintanzuhalten. "Die Behörde ist verpflichtet , diese Schutzmaßnahmen zu treffen. Tut sie es nicht, ist eine offene Diskussion über den Verdacht des Amtsmissbrauchs zu führen. Denn eines gibt es nicht mehr: Die Ausrede, man hätte etwas nicht gewusst. Wenn es von Frankfurt bis zum Achenpass für 470 km in 5 Stunden zu schaffen ist und vom Achenpass dann bis Wiesing die 30 km dann wie in der letzten Saison 6 – 7 Stunden dauert, dann ist „Feuer am Dach“ – wenn Einheimische eingesperrt und Gäste neben der Straße hinter jedem Baum etwas hinterlassen, dann hat das nichts mehr mit „Qualitätstourismus“ zu tun", So Gurgiser. 
Was das Zillertal betrifft so wird man in Zukunft wohl kaum darum herum kommen die Gäste aufzufordern ihre Anreise so zu gestalten, dass die Zu- und Abbringergemeinden nicht überbelastet werden. Die Liftgesellschaften stehen ebenfalls in der Pflicht vor allem am Wochenende nicht noch mehr Tagstouristen mit Billigtickets anzulocken und damit wissentlich Stau bzw. Verkehrs- und Lärmbelastung zu verursachen. Auf der Website des Zillertal Tourismus hat man mittlerweile den Hinwies "Über den Achenpass mautfrei ins Zillertal" entfernt. Über die Transitforumsgruppen "Xund's Leben in Achenkirch" und "Xund's Leben am Kasbach" hat man ein Auge auf die jeweilige Entwicklung und kämpft weiterhin für effektiven Lärmschutz bzw. die Eindämmung des Verkehrs.

Autor:

Florian Haun aus Tirol

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