Neues Gesetz
Neues Campinggesetz soll Chalet-Wildwuchs erhindern

In Zukunft wird die Anzahl an Mobilheimen auf Campingplätzen auf 20 Prozent beschränkt.
2Bilder
  • In Zukunft wird die Anzahl an Mobilheimen auf Campingplätzen auf 20 Prozent beschränkt.
  • Foto: Perktold
  • hochgeladen von Florian Haun

BEZIRK SCHWAZ (red). Die Errichtung von Mobilheimen auf Campingplätzen wird durch eine Gesetzesnovelle streng reglementiert. Der Gegenwind ist vorprogrammiert, denn die Campingplatzbetreiber setzen sich zur Wehr. 

„Immer mehr Investoren haben die Errichtung von Mobilheimen auf heimischen Campingplätzen als lukratives Geschäftsmodell entdeckt. Dieses Schlupfloch, das immer öfter zur Errichtung von chaletdorfartigen Siedlungen genutzt wurde, wird durch die vorgelegte Gesetzesnovelle geschlossen“, unterstreicht VP-Raumordnungs- und Gemeindesprecher LA Alois Margreiter. Es gehe dabei nicht darum Mobilheime generell zu verteufeln, sondern um deren Reglementierung, so der VP-Mandatar. „War es bisher möglich, auf sämtlichen Stellplätzen einer Campingfläche Mobilheime zu errichten, wird das zukünftig auf 20% der Fläche beschränkt sein. Auch die Größe der Mobilheime wird von bisher 60 auf 45 m² überdeckter Fläche reduziert. Einem Wildwuchs von Chalets, den wir nicht wollen und nicht brauchen, wird durch diese von Landeshauptmann Günther Platter vorgelegten Gesetzesnovelle nun wirkungsvoll Einhalt geboten“, so Margreiter. 

Im Bezirk Schwaz gibt es z.B. mit den Betrieben "Camping Hell" und "Aufenfeld" zwei Vorzeigebetriebe in Sachen Camping und man will diesen Unternehmen keinesfalls Steine in den Weg legen. "Die Kontrolle liegt in diesem Zusamenhang bei der Baubehörde, sprich bei der Gemeinde. Es geht hier aber nicht darum bestehenden Betrieben Steine in den Weg zu legen, sondern darum einen Mißbrauch bzw. eine Umgehung des Meldegesetzes zu verhindern", erklärt der Bürgermeister von Fügen und Landtagsabgeordnete Dominik Mainusch.

Georg Giner ist auch Fachgruppenobmann der Freizeit- und Sportbetriebe in der Wirtschaftskammer, Bundessprecher der österreichischen Campingplatzbetreiber sowie Delegierter in der EFCO, der europäischen Interessenvertretung der Camping- und Freizeitparkbetreiber. An der Gesetzesnovelle lässt der Experte kein gutes Haar: „Für die Zukunft der Campingplatzbetreiber bedeutet dies nichts anderes, als dass wir unser Angebot nicht mehr nachfragekonform entwickeln können und dadurch massiver Schaden an erfolgreichen Tiroler Unternehmen angerichtet wird.“ Giner weiter: „Die Behauptung, wonach Campingplatzbetreiber der heimischen Bevölkerung Baulandreserven entziehen, ist ungeheuerlich. Mobilheime befinden sich auf bereits seit Jahrzehnten diesem Zweck gewidmeten Sonderflächen Campingplatz. Namens der gesamten Branche möchte ich betonen, dass wir touristische Unternehmer sind und in keinster Weise illegale Wohnsitze haben wollen bzw. diese sogar fördern.“

In Zukunft wird die Anzahl an Mobilheimen auf Campingplätzen auf 20 Prozent beschränkt.
Du möchtest regelmäßig Infos über das, was in deiner Region passiert?

Dann melde dich für den meinbezirk.at-Newsletter an

Gleich anmelden

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Folge uns auf:
Aktuell
Die Bezirksblätter immer mit dabei! Mit der praktischen ePaper-App.


Gleich downloaden!

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen