Prävention ist der Schlüssel im Psych-Bereich

SCHWAZ. „Wenn sich ein Betroffener vor allem im ländlichen Raum diesbezüglich outet, so wird dieser leider nicht selten als nicht ganz normal eingestuft und passt daher nicht ins gesellschaftliche Rahmenbild u.ganz ähnlich ist es im Berufsalltag. Die Folgen daraus sind,dass sich leider die meisten Betroffene immer noch nicht trauen,über ihre Probleme zu reden und wenn diese dann wegen dieser Krankheit auch noch eine Berufsunfähigkeits-Pension bekommen, so passiert es leider noch häufig,dass sie als „nicht“ arbeitswillig abgestempelt werden. Auch die vielen Krankenstände und die schon überforderten Therapeuten und Fachärzte sind leider alarmierende Alarmzeichen dafür. Der tägliche Leistungsdruck im Berufsleben, kombiniert mit einer materiell orientierten Gesellschaft bringt mit sich, dass daraus die Volkskrankheit Burn-Out entstanden ist, die zum Teil schwere Depressionen auslösen kann. Immer öfter sind auch ältere Menschen von psychischen Problemen betroffen, gerade weil die Einsamkeit fortschreitet und das mitmenschliche Gepräch in unserer so schnelllebigen Zeit oft auf der Strecke bleibt. Es gibt aus meiner langjährigen Erfahrung daher nur ein gutes Gegenmittel: "Wir müssen diese Krankheit endlich als solche akzeptieren lernen und die  Zivilcourage in unseren Alltag  mehr einbauen das heißt nicht mehr wegschauen". Seit 2012 versucht Grimm als Initiator u.Kämpfer  in diesem Bereich was weiterzubringen. Entscheidend ist, dass jetzt in die Prävention flächendeckend in Tirol viel mehr investiert wird, denn das ist letztlich aus meiner jahrzehntelangen Erfahrung der Schlüssel, den nur wenn wir die  Nichtbetroffene-Bevölkerung mit viel mehr Wissen ins Boot holen,dann können endlich Betroffene u. Angehörige öfter darüber reden,weil das Verständnis dafür dann natürlich auch wächst. Mein Vorschlag daher an die Landesregierung ist, dass hinkünftig in allen Bez. Krankenhäuser wo es schon eine psych.- Abteilung gib, diese so wichtige Prävention öfters im Jahr durch Informations-Abende etc. anzubieten und das muß natürlich über einige Jahre passieren und  dann wird sich der Erfolg auch einstellen, denn SHG oder Einzelpersonen können das niemalls alleine machen,sondern sind nur eine  Ergänzung dafür.

Fachärzte u. Therapeuten sollen bitte da ebenfalls stärker wie bisher sich dafür einsetzen, denn leider gibt es immer noch Fachärzte die glauben, dass diese Info-Arbeit nichts bringt. Ein Punkt liegt mir aber noch besonders am Herzen nämlich der, daß es immer noch viel zu vielen Suizid-Tote jährlich in Österreich gibt, denn wenn wir die Dunkelziffer dazurechnen,dann sind es ca. dreimal soviel wie im Straßenverkehr und obwohl in letzten Jahren vom therapeutischen sowie fachärztlichen Bereich doch vieles gemacht wurde,was ich natürlich als sehr positiv anerkenne, aber in die so entscheidend wichtige Prävention wurde leider von Landesseite fast nichts investiert. Das ist nun dringend anzugehen, denn jeder Suizid-Tote ist einer zuviel.

Autor:

Dietmar Walpoth aus Schwaz

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