Bürgermeisterin
Start mit Frauenpower in Schwaz

GR Victoria Weber, seit kurzem Vize-Bürgermeisterin von Schwaz.
  • GR Victoria Weber, seit kurzem Vize-Bürgermeisterin von Schwaz.
  • Foto: Foto: Walpoth
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Vor einem Monat wurde Victoria Weber zur 2. Bürgermeisterstellvertreterin der Stadtgemeinde Schwaz gewählt. Damit gehört sie zu den wenigen Frauen in dieser Position und gleichzeitig ist sie die Jüngste in Tirol in diesem Amt. Das BB bat die engagierte SPÖ Politikerin zu einem Interview
 
BB: Es interessiert viele, wer die neue Vizebürgermeisterin ist.
Weber:
Als 1. in meiner Familie habe ich ein Studium genauer gesagt 2 Studien (Wirtschaft u. Politische Kommunikation) abgeschlossen. Beruflich war ich von der Schulzeit weg und bin ich jetzt wieder im wirtschaftlichen Bereich tätig, seit einiger Zeit bin ich in einem kleinen Förderberatungsunternehmen für KMUs beschäftigt. Wertvolle Erfahrungen konnte ich zudem als Flüchtlingsbetreuerin sammeln. Ich habe quasi ‚mein soziales Jahr‘ bei den TSD verbracht.
 
BB: Trotz ihres Alters haben Sie einiges an politischer Erfahrung aufzuweisen. Wie war Ihr politischer Werdegang?
Weber:
Mit 19 bin ich in den Gemeinderat gekommen. 2016 habe ich das Sozialreferat übernommen. Parteiintern hatte ich seit 2010 verschiedene Funktionen über, u.a. von 2013 bis 2016 die Bezirksgeschäftsführung. Ich habe mich aber dafür entschieden den Fokus auf meine Heimatgemeinde zu legen. Hier geht schneller etwas weiter und es kann den Menschen unmittelbar geholfen werden.
 
BB: Was gefällt Ihnen an der Arbeit für die Gemeinde?
Weber:
Auf Gemeindeebene geht es um die Sache, um Themen und nicht darum extra gegen etwas zu sein, nur weil es von einer anderen Partei kommt. Wenn ein guter Vorschlag kommt, wird dieser selbstverständlich unterstützt. Gleichzeitig bin ich kritisch, wenn ich von der Sinnhaftigkeit von Projekten nicht überzeugt bin. Ein gutes Beispiel letztes Jahr war die Resolution an das Land, dass die Herabstufung bei den Gehältern von Pflegeassistenzen und Heimhilfen in den Altenheimen zurückgenommen werden soll. Diese haben wir im Gemeinderat einstimmig beschlossen. Im Landtag war dann die Einstimmigkeit vorbei und jetzt wurde eine Scheinlösung gefunden.
 
BB: Sie meinen, dass die Zusammenarbeit im Schwazer Gemeinderat gut funktioniert?
Weber:
Ja. Deshalb verstehe ich auch nicht, wenn jetzt plötzlich die Rufe nach einer „Opposition“ laut werden. Jedes Mitglied des Gemeinderates ist gewählt, um bedacht und kritisch an die Themen heranzugehen und eigene Vorschläge einzubringen. Einen Oppositionsgedanken wie im Land oder Bund brauchen wir nicht in der Gemeinde, das ist fehl am Platz. Generell bin ich ein kritischer und direkter Mensch. Durch das neue Aufgabengebiet bekomme ich mehr Informationen und Einblicke, was bei zukünftigen Entscheidungsfindungen hilfreich ist.
 
BB: Wo sehen Sie die großen Herausforderungen für die Zukunft der Stadt?
Weber:
Die größte Herausforderung für die Zukunft der Stadt wird deren sanfte Entwicklung sein. Es braucht eine Schwerpunktsetzung auf den gemeinnützigen Wohnbau in den nächsten Jahren und die Bereitstellung von leistbaren Baugründen für Schwazer Familien. Hier gibt es großen Bedarf. Die Ansiedelung von neuen Betrieben bzw. die Vergrößerung bestehender Firmen ist genauso eine Aufgabe, die uns weiter beschäftigen wird.
 
BB: Abschließend, was ist Ihnen wichtig bei Ihrer politischen Tätigkeit?
Weber:
Gewählt ist man, um für alle SchwazerInnen da zu sein. Ich unterscheide nicht, ob ein Blauer, Schwarzer, Grüner oder Roter mich um Hilfe fragt. Besonders im Sozialreferat in den letzten 4 Jahren habe ich das gesehen. Hier ist der Mensch wichtig, nicht die Parteifarbe. Wenn ich etwas mache, dann mache ich es richtig. Ich habe hohe Ansprüche an mich selber und werde viel Zeit investieren, um mich intensiv mit vielen Themen auseinander setzen zu können. Wichtig ist mir vor allem auch greifbar zu sein und zu zuhören, denn nur beim Reden kommen die Leut‘ zusammen.

Autor:

Dietmar Walpoth aus Schwaz

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