Der Kampf um den Wohnraum

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BEZIRK (fh). Das Land Tirol ist in Sachen Wohnbau ein teures Pflaster. Die gemeinnützigen Wohnbauträger wie z.B. die Neue Heimat sollen leistbaren Wohnraum schaffen und tun dies größtenteils in den Ballungszentren. Allein in der Stadt Schwaz gibt es jedoch 788 Wohnungssuchende und auch zahlreiche ländliche Gemeinden haben einen Mangel an Wohnraum. Die Mietzinsbeihilfe ist ein Produkt der Preisspirale.

Jene Zahlen mit denen LAbg. Gebi Mair von den Grünen kürzlich bei einer Pressekonferenz in Schwaz aufhorchen ließ, könnten durchaus für Unveständnis bei so manchen Wohnungssuchenden sorgen. „Mit 45 Millionen Euro sind 15 Prozent des Wertes an Gewinnrücklagen und mit 89 Millionen Euro an unbebauten Grundstücken 4 Prozent der Bilanzsumme nicht produktiv. Aus den vorliegenden Zahlen kann gesagt werden, dass die gemeinnützigen Bauträger Grundstücke horten, anstatt sie einzusetzen“, erklärt Gebi Mair. Rückendeckung bekommt Mair von den Schwazer Grünen Viktoria Ismaili und Hermann Weratschnig. „Die hohen Kosten sind auch der Grund dafür, dass sich viele Menschen die Wohnungen nicht mehr leisten können und daher auf Mietzinsbeihilfe angewiesen sind. Speziell ältere Personen hätten oft Anspruch auf Mietzinsbeihilfe, nützen diese aber nicht da sie quasi dem Staat nicht auf der Tasche liegen wollen“, erklärt Viktoria Ismaili. „Wir fordern, dass die gemeinnützigen Wohnbauträger ihre Gewinnrücklagen und unbebauten Grundstücke für die MieterInnen einsetzen und die Neubauleistung eines Jahres verdoppeln“, erklärt Hermann Weratschnig, grüner Stadtrat in Schwaz.

NHT-Chef Lugger gibt Contra
„Die Grünen verwechseln hier offensichtlich Gewinnrücklagen mit Bargeld. Gewinnrücklagen sind nur ein Bilanzposten und ich kann genau erklären, wo das Geld der Neuen Heimat steckt. 75 Millionen stecken etwa in den bebauten Grundstücken. Wir haben alle Liegenschaften mit Eigenmitteln gekauft. 23 Millionen Euro haben wir an unbebauten Grundstücken aber das entspricht dem Bauvolumen für die nächsten drei bis vier Jahre. Weitere 16 Millionen stecken in der Sanierung. Davon, dass die gemeinnützigen Wohnbauträger zuviel Geld habne kann nicht die Rede sein. Wir bauen derzeit in 40 Gemeinden in ganz Tirol“, erklärt Dr. Klaus Lugger, Chef der NHT, gegenüber den BEZIRKSBLÄTTERN.

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