„Es muss endlich was weitergehen!“

Die Familie Freund aus Mayrhofen wohnt seit 60 Jahren direkt neben dem Bahnhof der Zillertalbahn und kämpft seit Jahren um eine Lärmschutzwand für mehr Lebensqualität. Massive Unterstützung bekommt die Familie nun vom Landtagsabgeordneten der Liste Fritz, Gottfried Kapferer. Ein Landtagsantrag soll der lärmgeplagten Familie helfen, wieder ruhiger schlafen zu können.

MAYRHOFEN (fh). Lange Zeit nahm die Familie Freund aus Mayrhofen den Lärm der Zillertalbahn eher gelassen zur Kenntnis. Seit jedoch die neuen Garnituren im Einsatz sind, ist die Situation unerträglich geworden, denn die Klimaaggregate derselben töten selbst dem geduldigsten Anrainer den letzten Nerv. „Wir wollen bestimmt keinen Krieg mit der Zillertalbahn heraufbeschwören, denn wir haben hier jahrelang keinerlei Probleme miteinander gehabt. Nichtsdestotrotz versuchen wir nun seit Jahren zu erreichen, dass man für uns Anrainer eine Lärmschutzwand baut und ich denke, dass wir hier nicht zu viel verlangen“, erklärt Markus Freund.

Halbstundentakt nervt
„Um 05:40 Uhr fährt bereits der erste Zug ab und dann geht`s im Halbstundentakt bis 21:30 Uhr durch. Wir haben prinzipiell ein sehr gutes Verhältnis mit den ZVB, aber jetzt ist es wirklich an der Zeit, dass etwas weitergeht. Uns trifft es hier am härtesten und auch die Gäste bleiben teils aus oder reisen früher ab wegen des Lärms. Wir haben unzählige Male bei der Zillertalbahnleitung angefragt und unsere Situation dargestellt, aber es geht einfach nichts weiter“, ärgert sich Elisabeth Freund.

Gutachten und politische Hilfe
Die Familie Freund hat ein privates Lärmschutzgutachten in Auftrag gegeben, sich an die Landespolitik gewandt und sogar angeboten, sich an den Errichtungskosten zu beteiligen. Bis dato hat sich nichts getan, doch jetzt hat die Familie Unterstützung aus dem Landtag bekommen. LA Gottfried Kapferer (Liste Fritz) hat sich der Sache angenommen: „Ich habe mir die Situation vor Ort angeschaut und bin der Meinung, dass den Betroffenen sofort geholfen werden muss. Deshalb habe ich einen Antrag im Tiroler Landtag eingebracht, eine Lärmschutzwand im Bereich des Bahnhofs Mayrhofen zu errichten, um die unerträgliche Situation für die Anwohner zu erleichtern.“ Die Lärmschutzwand soll aus Mitteln des 7. Mittelfristigen Investitionsprogramms (MIP) 2010 - 2014 für die Zillertalbahn finanziert werden. Im Rahmen dieses Programms stehen der Zillertalbahn insgesamt 13, 5 Mio. € zur Verfügung. Die Gemeinden des Zillertales leisten dazu selbst Beiträge in der Höhe von 1,7 Mio €. „Das ist eine beträchtliche Summe, die auch den lärmbelästigten Zillertalern im Bereich des Bahnhofs Mayrhofen für Lärmschutzmaßnahmen zur Verfügung stehen sollte“, so LA Gottfried Kapferer, der sich eine positive Erledigung im Novemberlandtag 2010 erwartet und mit der Unterstützung der Zillertaler Landtagsabgeordneten Josef Geisler (ÖVP) und Klaus Gasteiger (SPÖ) rechnet.

Holub gesprächsbereit
ZVB-Direktor Wolfgang Holub kennt die Situation in Mayrhofen, sieht aber keinen Handlungsbedarf von Seiten der ZVB: „Wir sind mit der Lärmentwicklung innerhalb des erlaubten Bereichs. Es ist nicht unsere primäre Aufgabe, hier initiativ zu werden. Außerdem müssten wir die Lärmschutzwand auf Fremdgrund errichten, was Probleme mit der Zufahrt verursachen würde. Sollten die Anrainer jedoch ein Projekt auf die Beine stellen, bin ich jederzeit gesprächsbereit“, so Holub.

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Autor:

Florian Haun aus Tirol

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