Touristiker im Clinch mit Gasteiger

Nationalrat Franz Hörl wirft Kaltenbachs Bürgermeister Klaus Gasteiger Unprofessionalität vor. Gasteiger hat am 10. November Gernot Paesold vom Zillertal Tourismus und Heinz Schultz von der Hochzillertalbahn, einen negativen Bescheid für die geplante BMW-Veranstaltung im Jänner ausgestellt. Grund: Event nimmt ein Viertel der notwendig gebrauchten Parkfläche weg.

KALTENBACH (bs). „Da macht der sozialdemokratische Bürgermeister von Kaltenbach dem Tiroler Bürgermeisterstand keine Ehre“, beginnt die Pressemitteilung, die letzte Woche von Hörls Büro ausgesendet wurde. „Außerdem mutmaßt und vermutet der Bürgermeister in der Begründung des Negativ-Bescheides, dass sich die Balken nur so biegen. Hier werden offenbar Privatkriege auf dem Rücken des Tourismus ausgetragen – mit einer professionellen Gemeindeführung hat das nichts mehr zu tun“, heißt es weiter von Hörl. Klaus Gasteiger weist die Vorwürfe zurück: „Das ist eine Unterstellung von Hörl. Der negative Bescheid hat seine guten Gründe. 2007 fand das BMW-Event zum ersten Mal statt und war viel kleiner und kürzer. 2009 dauerte es mit Auf- und Abbau einen Monat und beanspruchte ein Viertel des Parkplatzes.“

Für Heinz Schultz ist der negative Bescheid nicht nachvollziehbar: „Die Veranstaltung benötigt rund drei Prozent der Parkfläche und ist für den Zeitraum zwischen 7. und 25. Jänner veranschlagt. Das Event wäre touristisch wichtig um das Jännerloch zu beleben.“ Hörl und Schultz sind sich einig, dass sich Gasteiger aufgrund einer persönlichen Fehde querstellt. „Dass Heinz Schultz und ich seit einiger Zeit nicht das beste Einvernehmen miteinander haben ist wohl bekannt. Auch Franz Hörl scheint ein persönliches Problem mit mir zu haben. Aber ich unterscheide strikt zwischen persönlichen Interessen und meinen Aufgaben als Bürgermeister. Schultz versucht nur damit die Bewilligung eines zweiten Parkhauses zu erzwingen“, wehrt sich Gasteiger.

Außerdem heißt das Event „BMW-Zillertal“ und wird gemeinsam mit dem Zillertal Tourismus veranstaltet. Im Gegensatz zu den politischen Funktionären sehen die Touristiker die Lage positiv: „Ich bin überzeugt, dass beide Parteien ihre persönliche Einstellung, dem anderen gegenüber, der höheren Sache wegen einstellen werden“, meint Gernot Paesold. Auch Werner Kostenzer zeigt sich zuversichtlich: „Noch diese Woche wird es Gespräche geben und es wird sicher eine gute Lösung gefunden werden.“ Ein anderer Veranstaltungsort kommt für Kostenzer auch nicht in Frage, obwohl Gasteiger dies vorgeschlagen hätte: „Das Event ist eine Marketinggeschichte, aber dem Tourismus in Kaltenbach dient es nicht. Es sorgt nur dafür, dass im Acker der Bauern geparkt wird, weil nicht genügend Stellplätze frei sind. Sollen sie das doch in Hochfügen machen.“ Obwohl Gasteiger der Tourismussprecher der SP ist, greift er unter das Joch des Tourismus. „Ich bin kein Fähnchen im Wind, das man umbiegen kann wie man will“, so Gasteiger.

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