Die Zillertalbahn modernisiert und will Tourismusverkehr im Tal auf die Bahn verlagern
Der neue Zillertaler Mobilitätsplan – moderne Zukunft für die Zillertalbahn

Im Bild von links: NR Franz Hörl, Aufsichtsratsvorsitzender der Zillertalbahn, DI Helmut Schreiner, techn Vorstand der Zillertalbhan, MMag Monika Wechselberger, Bürgermeisterin in Mayrhofen, LHstv Josef Geisler udn DI Wolfgang Stöhr, kaufmännischer Vorstand der ZB
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  • Im Bild von links: NR Franz Hörl, Aufsichtsratsvorsitzender der Zillertalbahn, DI Helmut Schreiner, techn Vorstand der Zillertalbhan, MMag Monika Wechselberger, Bürgermeisterin in Mayrhofen, LHstv Josef Geisler udn DI Wolfgang Stöhr, kaufmännischer Vorstand der ZB
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Die neue Zillertalbahn ist auf Schiene und wird einen wichtigen Beitrag zur Mobilitätszukunft im Zillertal leisten! Als erste Schmalspurbahn der Welt wird sie ab 2022 mit umweltfreundlichem Wasserstoff-Antrieb unterwegs sein. 800.000 Liter Diesel können so jährlich eingespart werden. Anlässlich eines Pressegespräches am 15. Ferbruar 2019 im Europahaus Mayrhofen informierten LHStv Josef Geisler, der Vorsitzende des Aufsichtsrates der ZVB AG Nationalrat Franz Hörl, die Mayrhofener Bürgermeisterin MMag Monika Wechselberger, sowie die Vorstände der Zillertalbahn AG Dipl Ing Helmut Schreiner und Dipl Ing (FH) Wolfgang Stöhr die Öffentlichkeit über den neuen Zillertaler Mobilitätsplan.
Zentraler Punkt ist: Der Tourismus-Verkehr solle verstärkt auf die öffentlichen Verkehrsmittel verlagert werden!

Die Eckpunkte auf einen Blick:
• Anbindung der Zillertaler Skigebiete
• Neues Mobilitätszentrum Mayrhofen
• Ausweitung des Angebotes
• Steigerung des Komforts für die Fahrgäste

Dafür wird ein Bündel an Maßnahmen geschnürt unter dem Motto: Neue Zillertalbahn als wichtiger Baustein - Gäste sollen öffentliche Verkehrsmittel im Tal künftig kostenlos nutzen können. Die Verkehrssituation im Zillertal hat sich in den vergangenen Jahren massiv verschärft und die B 169 ist eine der meistbefahrenen Straßen in ganz Tirol. So liege der durchschnittliche Tagesverkehr in Fügen bei 19.000 Kraftfahrzeugen. An Spitzentagen werden auf der B 169 bei Fügen 29.000 Autos gezählt. Gerade an Wochenenden und in der touristischen Saison heißt es immer öfter: NICHTS geht mehr !!
Jetzt solle der neue Zillertaler Mobilitätsplan einen wesentlichen Beitrag leisten, die Situation langfristig zu verbessern. Dazu werde ein Bündel von Maßnahmen geschnürt, das vor allem die öffentlichen Verkehrsmittel für Touristen und Einheimische attraktiver machen soll. Die vier Zillertaler Tourismusvernbände zählten im Tourismusjahr 2017/2018 mehr als 1,5 Millionen Ankünfte. Dabei reisen nur 3 % mit der Bahn an, erklärt Nationalrat Franz Hörl, Aufsichtsratsvorsitzender der Zillertal Bahn. Hier wollen wir mit dem Zillertaler Mobilitätsplan ansetzen. Bis 2022 soll ein Viertel des Tourismusverkehrs – also der An-und Abreisen sowie der Fahrten im Tal – vom Pkw auf die öffentlichen Verkehrsmittel verlagert werden.
Eine der zentralen Maßnahmen des Zillertaler Mobilitätsplanes: Gäste sollen künftig alle öffentlichen Verkehrsmittel im Zillertal gratis benützen können. Darüber hinaus gelte es, bei den Tourismusbetrieben und den Einheimischen das Bewusstsein zu schaffen, dass die öffentlichen Verkehrsmittel in Zukunft eine echte Alternative zum Auto darstellen.

Wer meint, wir könnten die Verkehrsproblematik im Zillertal alleine mit der Straße lösen, der irrt. Wir können die Mobilität ins und im Zillertal nur mit einem Gesamtkonzept gewährleisten, unterstützt LHStv Josef Geisler den Zillertaler Moibilitätsplan in all seinen Dimensionen und setzt sich deshalb gemeinsam mit den Verantwortlichen der Zillertalbahn massiv für eine zukunftsweisende Elektrifizierung der Zillertalbahn, sowie die bessere Anbindung an die Schigebiete ein. Auf der Straße setzt Geisler auf die Verbesserung des Verkehrsflusses durch die Beseitigung von Störstellen. Vorrang habe auch die Lebensqualtität der Anrainer. Unter diesem Gesichtspunkt sei auch die Umfahrung Fügen zu sehen, so Geisler. Die Umfahrung bringe massive Verbesserungen im Bereich Lärmschutz, der Sicherheit und für die innerörtlichen Verkehrsverbindungen. Ein zweites Projekt des Landes Tirol gemeinsam mit der ASFINAG ist der Umbau der Anschlussstelle Wiesing und die Verbesserung der Auffahrtssituation Richtung Kufstein durch eine neue Innbrücke und eine direkte Fahrspur von der Zillertal Straße auf die Autobahn. Damit wollen wir die Anrainer im Vorderen Zillertal entlasten, erklärt LHStv Josef Geisler. Ein Anliegen sei ihm auch die Attraktivierung des Radwegenetzes. Bereits umgesetzt sei die für Einheimische und Gäste hilfreiche, multimodale Routingplattform radrouting.tirol. Hier können Alltagsradstrecken oder Freizeitradtouren individuell unter unter Einbeziehung öffentlicher Verkehrsmittel geplant werden.

Neue Zillertalbahn als wichtiger Baustein:
Ein wesentlicher Eckpfeiler des Zillertaler Mobilitätsplanes ist die neue Zillertalbahn. Dabei handelt es sich um ein Gesamtprojekt für die nächsten Generationen: vom weltweit einzigartigen Antrieb mit Strom aus grünem Wasserstoff bis zur Ausweitung des Angebotes und die Verbesserung der Infrastruktur.
Die neue Zillertalbahn ist ein Zukunftsprojekt für die kommenden 50 Jahre. Vom CO2 freien Antrieb mit Energie aus grünem Wasserstoff profitiert das gesamt Tal- die einheimsiche Bevölkerung und die Touristen, erklärt MMag Monika Wechselberger, Bürgermeisterin der Marktgemeinde Mayrhofen. Eine de zentralen Infrastrukturmaßnahmen sei der neu zu errichtende Bahnhof Mayrhofen. Das Investitionsvolumen für das neue Mobilitätszentrum Mayrhofen beträgt 52 Millionen Euro. Der Anteil der Zillertaler Verkehrsbetriebe AG ist mit 34 Mio Euro vorgesehen und jener vom Land Tirol für die B 169 beträgt ca 18 Millionen Euro.

Schnell, sauber, komfortabel:
Wir werden die Fahrzeiten von derzeit 55 Minuten auf 45 Minuten reduzieren. Zweimal täglich wird es darüber hinaus einen REX geben, der nur 36 Minuten zwischen Jenbach und Mayrhofen benötigt, sagt DI Wolfgang Stöhr, kaufmännischer vorstand der Zillertalbahn. Der erste Zug der neuen Zillertalbahn wird am 11. Dezember 2022 fahren, erklärt der technische Vorstand der Zillertalbahn, Dipl Ing Helmut Schreiner: Dann wir die Zillertalbahn nicht nur emissionsfrei und äußerst geräuscharm, sodern auch mit viel mehr Komfort für die Fahrgäste unterwegs sein. Ein weiterer Pluspunkt, der Touristen und Einheimische motivieren soll, auf die öffentlichen Verkehrsmittel umzusteigen, ist die geplante Anbindung an die Zillertal Arena. Derzeit laufen die Verhandlungen mit den Grundeigentümern. Insgesamt werden 156 Millionen Euro in das Gesamtprojekt investiert. Die Triebwägen werden 68 Mio Euro kosten und für die Infrastrukturmaßnahmen sind 88 Millionen Euro vorgesehen.

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