Die Gemeinde Aschau i.Z. investiert in das Glasfasernetz für die Zukunft

Bürgermeister Andreas Egger aus Aschau im Bild links mit dem Gastwirt Stefan Dengg vom GH "Talblick" auf 1200 Meter Seehöhe zeigen das neue Glasfaserkabel
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  • Bürgermeister Andreas Egger aus Aschau im Bild links mit dem Gastwirt Stefan Dengg vom GH "Talblick" auf 1200 Meter Seehöhe zeigen das neue Glasfaserkabel
  • hochgeladen von Franz Josef Haun
Wo: Gasthaus Talblick, Aschau im Zillertal auf Karte anzeigen

Sichtlich stolz präsentierten Bürgermeister Andreas Egger und der Gastwirt Stefan Dengg ein Stück Glasfaserkabel auf ca 1200 Meter Seehöhe beim Gasthof Talblick in der Gemeinde Aschau im Zillertal. Damit wird bewiesen, dass Aschau wichtige Investitionen in die digitale Netzzukunft tätigt und sozusagen eine Vorreiterrolle in Sachen Breitbandausbau im Zillertal einnimmt. Neben dem flächendeckenden Ortsausbau wird bereits der höchst gelegene Ortsteil von Aschau, der eben auf 1200 Seehöhe gelegene Gasthof „Talblick“ mit schnellem Internet versorgt.

Was bedeutet Glasfaser?

Glasfasern sind hauchdünne Lichtwellenleiter aus Glas und werden zur Datenübertragung eingesetzt. In Glasfaserleitungen werden Daten mittels Lichtimpulsen übertragen, wodurch keinerlei elektromagnetische Strahlung entsteht. Die Daten werden dabei in Lichtgeschwindigkeit übertragen. Das heißt, in einer Sekunde umrunden sie dreimal die Erde. Schneller geht es nicht, meint auch Bürgermeister Andreas Egger. Eine einzige Glasfaser misst nur 125 Mikrometer und mit einer Glasfaser können theoretisch 300 Terabit übertragen werden. Diese enorme Datenmenge macht die Glasfaser zukunftssicher und bietet eindeutige Standortvorteile für Gemeinden mit einem ausgebauten Glasfasernetz.

Bereits im Frühjahr 2014 erfolgte eine Konzepterstellung mit diversen Erhebungen und Planungsarbeiten, wobei bereits im Zuge von Straßensanierungen erste Leerverrohrungen mit dem LWL-Ausbau mitverlegt wurden. Nach der Betreibersuche gab es im Herbst 2015 die ersten Anschlüsse und als eine der ersten Gemeinden in Tirol stellte Aschau ein Ansuchen auf Bundesförderung. Der Glasfaserausbau wird zu 75 % von Bund und Land gefördert. Damit war die Gemeinde bereits 2016 in der Lage, die Erschließung der Berggebiete (Tiefenbach) über die bestehende Kanalisationsanlage mit einer Netzlänge von 1,6 Km und im Jahr 2017 die Erschließung am Distelberg, ebenfalls über die bestehende Kanalisationsverrohrung mit 3,7 Km Länge durchzuführen.

Schon mit Glasfaserinternet versorgt sind in Aschau i.Z. alle öffentlichen Gebäude, das gesamte Gewerbegebiet, die Campinganlage Aufenfeld, sowie alle Hotel-und Gastgewerbebetriebe mit Ausnahme einer Schihütte im Bereich der Bergbahnen Hochzillertal. Derzeit sind in der Gemeinde Aschau 63 Hausanschlüsse hergestellt und 200 Hausanschlüsse der insgesamt 750 Haushalte mit 17 Km Kabellänge vorbereitet. Die Gesamtinvestitionssumme für die Jahre 2014 bis Ende 2018 beträgt 1,8 Mio Euro. Die Anschlussgebühren für Privathaushalte betragen 130.- Euro, 300.- Euro für Klein-und Mittelbetriebe und Wohnanlagen, und 420.- Euro für Hotel-und Gastbetriebe.

Anbieter für das schnelle Internet sind die Firmen TirolNet und UPC. Hinsichtlich der Verrohrung, Nutzung und gegenseitigen Abgeltung der zu verlegenden Glasfaserkabel gibt es Implementierungs-und Nutzungsverträge mit den Firmen TIGAS und TINETZ. Für die Verlegung und Herstellung der einzelnen Hausanschlüsse ist die Gemeinde mit den von ihnen beauftragten Firmen und dazu abgestellten Fachleuten zuständig, so Bürgermeister Egger. In mehreren Info Veranstaltungen hat die Gemeinde Aschau und der Zillertaler Planungsverband die Bevölkerung zum beabsichtigten Breitbandausbau umfassend informiert.

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