Die Marktgemeinde Zell am Ziller wird Standort für ein Bundesoberstufenrealgymnasium

Im Bild von links nach rechts: Bgm Robert Pramstrahler Zell am Ziller, Frau Landesrätin Dr Beate Palfrader, Bundesschulzentrum Dir Mag Bernhard Wildauer und Frau Dir Pamela Hollaus der NMS Zell am Ziller
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Wo: Tourismusschulen, Zell am Ziller auf Karte anzeigen

Gut Ding brauch Weil oder was lange währt, wird endlich gut, heißt es in bekannten Sprüchen aus dem Volksmund. Diese Zitate, nunmehr auf die Marktgemeinde Zell am Ziller angewandt, bedeuten eine freudige Entwicklung für den dortigen Schulstandort, denn ab dem Schuljahr 2017/2018 wird das neu geschaffene Bundesschulzentrum Zillertal seinen Betrieb aufnehmen, welches offiziell vor wenigen Tagen vom Bildungsministerium genehmigt wurde. Neben den Zillertaler Tourismusschulen und der Neuen Mittelschule Zell am Ziller wird ein Bundesoberstufenrealgymnasium mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt (4 Jahre mit Matura) etabliert, in welchem ein ergänzender Unterricht in Biologie, Umweltkunde, Chemie und Physik angeboten wird und in dem insbesondere auch Vertiefungen in den Fremdsprachen Italienisch, Französisch, Spanisch und Latein, die Bildnerische Erziehung (Patisserie und Zuckerbäckerei), sowie Sport Schwerpunkte bilden werden. Außerdem wird es schulautonome Schwerpunktsetzungen in den Fächern Betriebswirtschaft und Rechnungswesen für den Alltag, sozusagen unter dem Schlagwort „Wirtschaft kompakt“ geben.

In einer am 20. November 2017 stattgefundenen Pressekonferenz sprachen Frau Landesrätin Dr Beate Palfrader, LHstv ÖR Josef Geisler, Tourismusschuldirektor Mag Bernhard Wildauer, der Zeller Bürgermeister Robert Pramstrahler und Frau Direktorin Pamela Hollaus der Neuen Mittelschule Zell am Ziller von einem Meilenstein für das Zillertal in bildungspolitischer Hinsicht und gaben ihrer Freude Ausdruck, dass es nach Jahren zäher Verhandlungen mit dem Bund, dem Land Tirol und den 25 Verbandsgemeinden des nunmehrigen Bundesschulzentrums Zell am Ziller gelungen sei, ein Bundesoberstufenrealgymnasium im Zillertal zu etablieren und mit diesem in das Schuljahr 2017/2018 zu starten. Denn wenn es nämlich um die Bildung geht, ist das oftmals selbsternannte „aktivste Tal der Welt“ weit entfernt von Chancengleichheit und viele Zillertaler Kinder, die eigentlich die Voraussetzungen für den Besuch eines Gymnasiums mitbringen würden, bekommen trotz Eignung keinen Platz in einem weit entfernten Gymnasium. Das nächste BORG befinde sich in Schwaz und für Schüler aus Tux oder Gerlos gleicht ein solcher Schulbesuch oftmals einer kleineren „Weltreise“. Ein höherer Schulbesuch z.Bsp in der Landeshauptstadt Innsbruck bedeutet für viele Eltern die Finanzierung eines teuren Heimplatzes.

Bürgermeister Robert Pramstrahler dankte in seiner Eigenschaft als Obmann des NMS Verbandes Zell am Ziller Frau Landesrätin Dr Palfrader und Herrn LHstv Josef Geisler für ihren Einsatz im Land Tirol und für ihre Bemühungen bei allen Bundesstellen. Ebenso dankte der Bürgermeister dem neuen Direktor des Bundesschulzentrums Zell am Ziller Mag Bernhard Wildauer und der Direktorin der Neuen Mittelschule Zell Frau Pamela Hollaus für ihre guten und pädagogisch wertvollen ausgearbeiteten Projekte zur Vorbereitung von Schülerinnen und Schülern zum ev Besuch des BORG.

Man werde voraussichtlich mit einer Klasse mit ca 25 bis 30 Schülern im Herbst 2018 beginnen, meinte Dir Mag Wildauer und der Besuch des BORG Zell würde eine ausgezeichnete naturwissenschaftliche Allgemeinbildung und beste Voraussetzungen für ein Studium, wie Lehramt, Medizin, Pharmazie, Biologie, Chemie, Physik, Betriebs-und Volkswirtschaft, bieten. Die Kosten für das Gymnasium würden sich vorläufig bei ca 2 Mio Euro (Baukosten) bewegen und zusätzlich würden etwa 10 Lehrpersonen angestellt werden.

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