16.06.2017, 11:32 Uhr

Aus dem Dunkel ins Licht

Maskenvisier aus Eisen (16. Jhd.) (Foto: Swarovski Kristallwelten)

Von 15. Mai bis 8. Oktober erwartet die Besucher der Swarovski Kristallwelten ein ganz besonderes Highlight im Kristalldom: Hinter acht der 595 Dreiecksspiegel tauchen historische Kunstwerke aus Schloss Ambras Innsbruck auf.

Zum ersten Mal werden Objekte der Kunst- und Wunderkammer aus der Ambraser Sammlung im Kontext der modernen Wunderkammern der Swarovski Kristallwelten gezeigt. Anlass für die exklusiven Leihgaben ist das Jubiläum „Ferdinand II. – 450 Jahre Tiroler Landesfürst“. Die Ausstellung in Wattens startet einen Monat vor der großen internationalen Jubiläumsausstellung, die dem Habsburger dann ab Mitte Juni auf Schloss Ambras gewidmet ist. Die Swarovski Kristallwelten und Schloss Ambras Innsbruck verbindet das Konzept der Wunderkammern. 1995 holte sich André Heller bei der Gestaltung der Swarovski Kristallwelten Inspiration aus der Renaissance und ließ internationale zeitgenössische Künstler das Material Kristall in einer Reihe von Wunderkammern neu interpretieren. Das Modell war damals alles andere als neu: Bereits im 16. Jahrhundert sammelten weltgewandte und kunstsinnige Fürsten wie Erzherzog Ferdinand II. Schätze aus aller Welt – je wundersamer, desto besser. Mit exotischen Stücken aus seltenen Materialien wie Korallen oder Perlmutt wollte man die Besucher zum Staunen bringen. Genau das ist auch das Ziel der Wunderkammern in den Swarovski Kristallwelten, allen voran des futuristischen Kristalldoms, dessen Kuppel aus fast 600 facettenähnlichen Spiegeln an das Innere eines geschliffenen Kristalls erinnert. Acht dieser Spiegel sind so genannte „Spionspiegel“, die bei spezieller Beleuchtung den Blick auf dahinterliegende Kunstwerke freigeben: Jeweils ein Exponat taucht unvermutet aus dem Dunkel auf, um anschließend ein nächstes Exponat ins Licht zu heben. Unter dem Titel „Aus dem Dunkel ins Licht“ werden ab Mitte Mai acht wertvolle Objekte aus der Ambraser Sammlung gezeigt. „Entscheidend bei der Auswahl der Objekte war, dass sie den besonderen Charakter der Kunst- und Wunderkammer Erzherzog Ferdinands II. angemessen repräsentieren“, erklärt Dr. Veronika Sandbichler, Direktorin von Schloss Ambras Innsbruck. In Tirol wird 2017 das Jubiläumsjahr „#ferdinand2017“ mit einer bunten Mischung aus kulturellen Veranstaltungen gefeiert.
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