16.06.2017, 12:59 Uhr

Gewaltmärsche im ganzen Bezirk

Unvergessliche Eindrücke im Naturpark Karwendel. (Foto: Anton Heufelder - Naturpark Karwendel)

Bergsteigen hat seit jeher eine Faszination auf die Menschen ausgeübt. Immer höher hinauf, auf der Jagd nach Gipfelbuch-Eintragungen. Es sollte immer schneller gehen und der Wettkampfgedanke kam auf. Zwei Gewaltmärsche im Bezirk haben mittlerweile internationalen Ruf erreicht: Der Karwendelmarsch von Scharnitz nach Pertisau und der traditionsreiche Steinbockmarsch von Ginzling nach Breitlahner.

Tausende begeisterte Bergsteiger und Bergläufer treffen sich auch in diesem Sommer wieder in den Tiroler Alpen, um beim Erlebnis Gewaltmarsch mitzumachen. Ein atemberaubendes Panorama, professionelle Organisation und das Gefühl, miteinander Höchstleis-tungen zu erreichen, locken jährlich noch mehr Sportler zu den Marschbewerben.

Tradition Steinbockmarsch

Zum 49. Mal geht heuer der traditionsreiche Zillertaler Steinbockmarsch über die Bühne. Er gilt schon seit Jahren als einer der beliebtesten Märsche im gesamten Alpenraum. Gestartet wird am 19. August ab 5 Uhr morgens beim Naturparkhaus Ginzling. Auf der 30 Kilometer langen Strecke gilt es, einen Anstieg von 1.871 Metern und einen Abstieg von 1.613 Metern bei 25-30° Neigung zu bewältigen. Der Marsch führt über die Greizer Hütte bis zum höchsten Punkt, der Mörchnerscharte auf 2.870 Metern Seehöhe. Von hier aus geht es über die Berliner Hütte bis ans Ziel in Breitlahner. Insgesamt sind 3.484 Höhenmeter zu bezwingen. Das Kriterium ist der Aufstieg zur Mörchnerscharte, bei dem es innerhalb von 3 Kilometern über 1.036 Höhenmeter bei einer Neigung von 25-30° geht. "Jeder Einzelne, der die Herausforderung des Steinbockmarsches annimmt, ist auf jeden Fall ein großer Sieger über sich selbst", heißt es auf der Homepage des Steinbockmarsches. Gezieltes Training und gute Ausrüstung sind ein absolutes Muss, wenn man hier teilnehmen will. Die Voranmeldung läuft noch bis 11. August 2017. Alle Informationen erhalten Sie auf www.zillertaler-steinbockmarsch.com

Der Karwendelmarsch

Noch nicht ganz so lange gibt es den Karwendelmarsch, dennoch hat sich der Event bereits einen Ruf als Höhepunkt des Tiroler Sportsommers gemacht. Die neunte Auflage des Karwendelmarsches startet am 26. August. Die maximal 2.500 Teilnehmer (Anzahl ist beschränkt) machen sich in aller Früh in Scharnitz auf, um über das Karwendelgebirge in die Engalmen bzw. nach Pertisau zu gehen. Die kürzere Streckenführung geht über 35 Kilometer und kann gelaufen oder marschiert werden. Hierbei werden 1.800 Höhenmeter überwunden. Die Langstrecke führt von den Engalmen noch weiter bis nach Pertisau über ingesamt 52 Kilometer und 2.281 Höhenmeter. Der höchste Punkt liegt auf dem Binssattel/Gramaisattel auf 1.903 Metern Seehöhe.

Anmeldungen für dieses Jahr sind nicht mehr möglich, in Kürze gibt es jedoch online die "Restplatzbörse", bei der Startplätze, die aufgrund von Krankheit oder Ähnlichem nicht in Anspruch genommen werden können, kurzfristig an Teilnehmer vergeben werden, die keinen Platz mehr erhalten haben. Auch für Zuseher und Anfeurer ist der Karwendelmarsch ein Erlebnis. Und alle, die dieses Jahr nicht mehr starten können, trainieren bereits für nächstes Mal. Alle Infos auf www.karwendelmarsch.info
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