28.11.2017, 14:59 Uhr

Ätherische Öle im Herbst

Mit ätherischen Ölen sind Sie gegen die kalte Jahreszeit optimal gewappnet

Die wunderschöne Farbenpracht der Bäume und die deutlich kühleren Temperaturen zeigen eindeutig, dass der Sommer vorbei und der Herbst angebrochen ist. Die Tage werden merklich kürzer und viele Menschen spüren eine aufkommende Melancholie oder gar Winterdepression.

Solch einer Winterdepression kann man jedoch sehr gut mit der Aromatherapie entgegenwirken. Bestimmte ätherische Öle wirken stark stimmungsaufhellend und beruhigend. Auch für gemütliche Stunden zu Hause, z. B. das warme Einkuscheln auf dem Sofa nach einem ausgedehnten Herbstspaziergang, gibt es die richtigen Aromadüfte. Und sollte sich einmal eine Erkältung ankündigen, so helfen die ätherischen Essenzen, den Atem zu befreien und Schleim zu lösen.



Einer Winterdepression mit ätherischen Ölen vorbeugen
Die depressiven Verstimmungen im Herbst und Winter stammen von der geringeren Menge an Tageslicht, die wir jetzt bekommen. Unser Nervensystem reagiert auf diesen Lichtmangel mit erhöhter Melatonin- und verringerter Serotoninproduktion. Da das Serotonin, welches auch als “Glückshormon” bezeichnet wird, für die Empfindung positiver Gefühle zuständig ist, führt ein Mangel desselben zu depressiven Symptomen wie trauriger Stimmung, Energiemangel und Müdigkeit. Das Melatonin, welches im Gegenzug vermehrt von der Zirbeldrüse im Gehirn ausgeschüttet wird, ist für den Schlaf-Wach-Rhythmus zuständig und verstärkt die Antriebslosigkeit und Müdigkeitssymptome noch weiter. Der Körper versucht diesen Energiemangel durch eine erhöhte Lust auf Süßes auszugleichen, weshalb wir Weihnachtsgebäck und anderen Verlockungen in dieser Zeit nur sehr schwer widerstehen können.

Einige  Zitrusöle können bei depressiven Verstimmungen, Müdigkeit und schlechter Laune helfen. Sie wirken aufheiternd, anregend und erfrischend. Besonders vielseitig und wohltuend ist Bergamotte-Öl.Es lässt sich mit vielen anderen Ölen kombinieren und hat eine wissenschaftlich erwiesene, angstlösende und nervenentspannende Wirkung. Je nachdem, mit welchem Öl die Bergamotte kombiniert wird, wirkt sie entweder anregend, aufmunternd und stimmungsaufhellend oder entspannend und beruhigend. Sie hat also eine doppelte Wirkung und passt sich den beigemischten Ölen an.

Neben der Anwendung in einem klassischen Aromavernebler kann man die wertvollen Öle auch sehr einfach als Badezusatz anwenden. Hierzu mischt man einige Tropfen mit etwas Milch oder Honig und löst diese Mischung im warmen Badewasser auf. Besonders wohltuend in der kalten Jahreszeit sind Fußbäder, welche mit einigen Tropfen Öl eine ganz besonders entspannende Wirkung haben und dabei auch noch das Immunsystem stärken.

Ätherische Öle haben zwei wesentliche Wirkungsmechanismen. Sie wirken zum einen über den Duft, welcher über die Riechschleimhaut in der Nase in unser Gehirn weitergeleitet wird und dort sofort bestimmte Reaktionen des Nervensystems hervorruft. Der zweite Wirkmechanismus verläuft biochemisch über direkten Köperkontakt. Die verschiedenen Extrakte enthalten bis zu 300 verschiedene Inhaltsstoffe, Chemotypen genannt,  welche eine Vielzahl von Wirkungen beim Menschen auslösen können. Bei der direkten Anwendung ist es meist notwendig, die hochkonzentrierten Öle mit Trägerstoffen zu verdünnen. Manche Essenzen können sonst zu Hautreizungen führen. Für Anwendungen auf der Haut eignet sich etwa eine Mischung mit pflegendem Jojoba– oder Mandelöl, für Sprays ist Alkohol ein guter Träger. Für Badeanwendungen kann man das Öl mit Milch oder Joghurt emulgieren.

Sowohl die bereits genannte Bergamotte als auch andere Öle wie Pfefferminze oder Teebaumöl können bei Verkühlungen lindernd wirken. Sie befreien die Atemwege, regen die Schleimlösung an und stärken das Immunsystem. Zudem haben sie eine nervenberuhigende und entspannende Wirkung. Viele Öle, besonders aus der Familie der Myrtengewächse, wirken auch antimikrobiell. Hierzu zählt neben dem Teebaumöl auch das beliebte Eukalyptusöl, welches als Badezusatz ein angenehmes Erkältungsbad ergibt. Beliebte und hilfreiche Öle bei Verkühlungen sind auch Lavendel (wirkt antibakteriell und entspannend) und Thymian der bei beim Tiroler Ätherischen Öl Hersteller auch Quendel genannt wird. .

Für die Raumbeduftung können verschiedene Zitrus- oder Nadelbaumöle angewandt werden, da sie auf die Raumluft antiseptisch wirken. Gleichzeitig sind sie erfrischend und anregend. Da diese Öle sehr intensiv riechen, sollte man die Duftlampe immer nur für etwa 20 Minuten in Betrieb haben und dazwischen eine Pause einlegen.


Auch die Anwendung von Raumdüften bzw. Duftlampen ist in anderen Umgebungen als den eigenen vier Wänden denkbar. So macht die Erfrischung der Raumluft in Pflege- und Wohnheimen besonders viel Sinn. Alte und pflegebedürftige Menschen freuen sich sehr über warme Adventdüfte, welche schöne Erinnerungen aus dem Leben wiedererwecken können und eine gemütliche Stimmung hervorrufen. Auch in Geschäften können ätherische Essenzen gezielt eingesetzt werden, um den Raum in eine wohlige Atmosphäre zu versetzen und so für die Kunden ein angenehmes Einkaufsklima zu schaffen.

In diesem Sinne eine schöne und frei von Schnupfen freie Herbstzeit. 
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