27.09.2017, 20:01 Uhr

Großunfall-Alarm im Zillertal

nachrückende Einsatzkräfte unterwegs zum Einsatzort (Symbolbild)

Gegen 10:30 ereignete sich heute in Schlitters ein Unfall mit Beteiligung der Zillertalbahn. Aus bisher ungeklärter Ursache entgleiste ein Waggon der talauswärts fahrenden Zillertalbahn und kippte zur Seite. Ein zweiter Waggon bekam ebenfalls Seitenlage, stürzte jedoch nicht um.

Bereits bei Meldungseingang alarmierte die Leitstelle Tirol aus dem Regelrettungsdienst 7 Rettungs- und Krankentransportfahrzeuge, 3 bodengebundene Notarztmittel sowie den Notarzthubschrauber Heli 4 zum Einsatzort. Hydraulisches Rettungsgerät der umliegenden Feuerwehren und ein Kran aus Innsbruck wurden angefordert. Beim Roten Kreuz Schwaz und in den umliegenden Bezirken wurde Großalarm ausgelöst. "Bei einem Unfall mit Zugbeteiligung wird rasch reagiert und Großunfallalarm ausgelöst, da von mehreren Verletzten auszugehen ist.", so Bezirksrettungskommandant Günther Schwemberger.

Personal rasch verfügbar

Durch den Alarm "GUF-Alarm" der Stufe gelb rückten knapp 90 SanitäterInnen und Notärzte in die Dienstellen der Bezirke Kufstein, Hall/Wattens und Schwaz ein. Diese besetzten verfügbare Fahrzeuge, welche bei Bedarf zur Unfallstelle entsandt werden können. "Durch den glimpflichen Verlauf waren durch den Regelrettungsdienst bereits genügend Fahrzeuge vor Ort, wodurch der Alarm um knapp nach 11 Uhr wieder aufgehoben werden konnte.", so Einsatzleiter Franberger Martin.

Großalarm konnte aufgehoben werden

"Ein Ausrücken der nachalarmierten Mannschaften war nicht mehr notwendig. Dennoch ein herzliches Dankeschön an die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Falle des Falles in kürzester Zeit bereit stehen. Wir sind stolz darauf, dass wir über so viele Ehrenamtliche in den Bezirken verfügen, die im Ernstfall zu fast jeder Tages- und Nachtzeit zur Verfügung stehen!", so Schwemberger. Die Mitglieder werden per Pager bzw. SMS benachrichtigt. Sondereinsatzgruppen (SEG) melden sich daraufhin in der Dienststelle, werden dort registriert und stellen die Einsatzbereitschaft her. Der Einsatzleiter vor Ort erhält eine genaue Aufstellung, wie viele SanitäterInnen und Fahrzeuge ihm zur Verfügung stehen. Gegebenenfalls kann auch weiteres Material, wie Zelte, Betten oder Decken, mittels Klein-LKW bzw. Anhänger an die Unglücksstelle gebracht werden. Regelmäßige Übungen stellen sicher, dass auch ein Einsatz mit einer Vielzahl an Einsatzkräften geordnet abläuft.
Allen Mitgliedern ein herzliches Dankeschön für die rasche Reaktion und die ständige Bereitschaft!

"Wir sind da um zu helfen. Aus Liebe zum Menschen." - aus dem Leitbild des Roten Kreuzes.
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