24.01.2015, 22:31 Uhr

Nachwuchssportler stellen sich vor: Benjamin Moser

Benni beim EYOF (Foto: Claudia Moser)

"Ich kann es selber noch nicht wirklich glauben!"

Die Achensee Athleten – Langläufer Benjamin Moser und Skifahrer Raphael Haaser – waren die ganze Woche über beim EYOF (european youth olympic festival) in Vorarlberg vertreten.
Für Benni reichte es leider nicht die gewünschten TOP TEN Platzierungen zu erreichen, trotzdem ist er mit Platz 18 (10 km klassisch und Platz 13 (7,5 km Freistil) bester Österreicher in seiner Kategorie.
Auch Raphael glänzte mit einer perfekten Leistung und holte Gold im Slalom.
Benni stand uns, vor seiner Abreise zum EYOF, für ein Interview zur Verfügung.

Name:
Benjamin Moser
Alter: 17
Sport: Langlauf
Wohnort: Maurach am Achensee
Verein: SV Achensee, ÖSV C-Kader

Seit wann gehst du dem Langlaufsport nach?

Seit vier Jahren erst. Ich bin bin immer schon dem Ausdauersport nachgegangen wie Radfahren und Skifahren. Da ich eine schulische Ausbildung machen wollte und es leider kein Gymnasium für Radsportler gab, entschied ich mich auf das Skigymnasium in Saalfelden zu gehen.
Mein Bruder, Florian Moser, besuchte bereits das Skigymnasium, allerdings als Skifahrer. Ich fing an bei Langlaufrennen mitzumachen und konzentrierte mich voll und ganz darauf, bis ich in weiterer Folge auf dem Skigymnasium angenommen wurde.

War deine Familie immer schon sportlich aktiv?
Ja, mein Vater fuhr bei der Transalp mit und ist Obmann beim SV Achensee. Mein Bruder fährt Ski und ich bin Langläufer, eine witzige Aufteilung.
Das es bei mir mit dem Langlaufen so gut klappt, hätte ich mir nie erträumen lassen.

Wie ist es beim ÖSV?
Wenn man einmal dabei ist eröffnet das einem sehr viele Möglichkeiten, alleine schon was die Unterstützung vom Material her anbelangt und die Erfahrungen welche man bei den Rennen sammelt.

Was gefällt dir beim Langlaufen?
Ich mag sowohl das Skaten als auch den klassischen Stil. Ein Langläufer sollte beides gerne mögen, denn sonst wird es echt hart.
Ich mag auch die Plagerei, das muss dir gefallen, denn sonst kommt man nicht weit.

Hast du über eine Biathlon-Teilnahme schon mal nachgedacht?

Ja sicher. Werde es heuer auch einmal ausprobieren. Für einen Umstieg bin ich schon zu alt. Das klingt jetzt vielleicht komisch aber diesen Sport muss man von klein auf trainieren, um den Ablauf und die Atemtechnik intus haben.

Was war dein wichtigster Erfolg bisher?
Die Qualifikation für die diesjährige Jugendolympiade in Vorarlberg und der dritte Platz beim Continental Cup in Hochfilzen.

Was rechnest du dir für einen Erfolg bei dem Europäischen Olympischen Jungendfestival aus?

In erster Linie ist es für mich wichtig Erfahrungen zu sammeln, denn das Teilnehmerfeld ist sehr stark. Alleine schon wegen den Skandinavischen Ländern. Jedoch über eine Top-Ten-Platzierung würde ich mich schon freuen.

Derzeit bist du Österreichs erfolgreichster ÖSV Nachwuchslangläufer. Wohin soll es gehen und wirst du den „Titel“ verteidigen können?
Es wird in jedem Fall schwer. Es sind noch viele Rennen ausständig. Ich hatte bisher gute Platzierungen nur eine Konstante zu halten wird nicht einfach sein. Mal schauen, vielleicht kann ich den „Titel“ behalten.
Schulisch gesehen will ich nächstes Jahr die Matura machen. Danach ist der Heeressport mein Ziel

Hast du ein Idol?
Wie man sich wahrscheinlich denken kann sind es die Norwegischen Langläufer, weil sie so dominierend sind und man von der Technik viel abschauen kann.

Was ist beim Langlaufen am wichtigsten?
Natürlich zuerst die Ausdauer, das ist die Grundbasis. Danach die Kraft, Schnelligkeit, Geschicklichkeit und die Technik. Mentale Stärke ist auch sehr wichtig.

Wie ist der Alltag im Skigymnasium?
Sehr bequem, das Umfeld ist großartig und im Winter haben wir nur am Montag und Dienstag Schule, da zu dieser Zeit die Skifahrer, auf Grund der Rennen, so gut wie nie anwesend sind. Daher können auch wir uns auf das Wesentliche, dem Langlauf, konzentrieren.

Der TVB Achensee unterstützt dich auch diese Saison wieder?

Richtig, denen möchte ich im Speziellen danken, überdies auch meinen Trainern, Betreuern und den Sponsoren.

Das Interview führte Erwin Hofbauer.
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