01.10.2014, 09:00 Uhr

Aufreger Leinenpflicht: Jägerschaft in Aufruhr

SCHWAZ (fh). Was sich vergangene Woche oberhalb der Silberstadt Schwaz im Bereich Schmadlegg abgespielt hat war, ohne Übertreibung, ein regelrechtes Drama. Spaziergänger, welche entlang des Weges ein wenig frische Luft schnappen wollten hatten das Glück eine Rehgeiß auf offenem Feld beobachten zu können. Die Spaziergänger erfreuten sich an dem Anblick und gingen ihres Weges. Etwas weiter oberhalb hielt sich ein Frau mit drei Kindern und einem Hund auf welcher nicht angeleint war und nur wenige Augenblicke später Jagd auf das Reh machte. Das Wildtier geriet in Panik und floh talwärts auf die Asphaltstraße wo es heftig stürzte, über den Asphalt schlitterte und mit voller Wucht gegen den dortigen Zaun prallte. "Wir haben diese Szene mit angesehen und das arme Tier ist genau vor uns liegen geblieben aber hat noch gelebt und um sein Leben gekämpft. Ich habe den Hund verjagt und die Jägerschaft verständigt die das Tier dann Gott sei Dank erlöst hat. Mit ansehen zu müssen wie das Tier elendiglich zu Grunde geht nur weil jemand seinen Hund nicht anleinen kann ist in meinen Augen das letzte", erklärt der aufgebrachte Spaziergänger gegenüber den BEZIRKSBLÄTTERN.

Generelles Problem

Jagedbesitzer Hans Steinlechner hat des öfteren derartige Fälle zu beklagen und erklärt: "Es gibt immer wieder verantwortungslose Hundebesitzer die sich einfach nicht an die Leinenpflicht halten und somit derartiges Szenen zu verantworten haben. Es herrscht nun einmal Leinenpflicht und ich möchte wirklich inständig an die Hundebesitzer appellieren ihre Tiere an die Leine zu nehmen. Unserers Wissens hat diese Rehgeiß zwei Kitze und diese werden es wohl ohne Mutter kaum über den Winter schaffen. Daran denkt natürlich niemand wenn er seinen Hund frei laufen lässt", erklärt Steinlechner. Die Jäger haben das Tier genau unter die Lupe genommen und auch Bissspuren des Hundes an der Drossel des Tieres festgestellt. Jäger Franz Kirchmair hat das Reh schließlich von seinem Leid erlöst. Der Spaziergänger, welcher die Szenen beobachtet hatte alarmierte auch die Polizei und nachdem die Hundebesitzerin anfänglich bestritt, dass ihr Tier ausgerissen war gab sie es nach einem Gespräch mit der Polizei zu.
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wolfgang kratina aus Schwaz | 12.10.2014 | 10:20   Melden
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