15.03.2017, 12:34 Uhr

Die Kirche zu St. Pankraz

Im Südwesten des Fügener Talbodens erhebt sich der Hügel, auf dem die spätgotische Wallfahrtskirche zum Hl. Pankratius steht. Sie ist die einzige Pankratius Kirche in Nordtirol und wird im Jahr 1338 erstmals urkundlich erwähnt: 21.12.1338 „Heinrich der Haitzenperger verkauft seine Leibeigenen an den Herrn sand Pangräcen.“ Am Hochaltar befindet sich die Kopfreliquie des Hl. Pankratius, die aus der Heilstumssammlung des Ritters Florian von Waldauf (Waldaufkapelle in Hall St. Nikolaus) stammt. Mit diese Reliquie trieb man früher die Mäuse auf den landwirtschaftlichen Feldern aus und „segnete alles“. Die jetzige Kirche wurde in den Jahren 1494 bis 1497 erbaut und in den Jahren 1520 – 1522 nach Westen hin erweitert. Die Kirche hatte eine besondere Beziehung zum Eisenhüttenwerk in Kleinboden und zum Ortsteil Kapfing. Sie war die Kirche der Angestellten, Arbeiter und Gewerkherren des Hüttenwerkes, welche auch wesentlich zur Ausstattung des Gotteshauses beigetragen haben. Die Kapfinger lieferten das Oblatbrot an die „Berger-Kirche“ und stellten einen der beiden Kirchenpröbste. Zur Beerdigung eines Kapfingers, eines Kleinbodeners und eines Verstorbenen aus der Fraktion Pankrazberg läutet heute noch eine Glocke von St. Pankraz.
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