31.03.2017, 15:15 Uhr

Ein Getriebener am Berg – ein Künstler im Tal

MAYRHOFEN (fh). Markus Kröll ist ehemaliger Berglaufweltmeister und Sportler vor dem Herrn. Krölls konditionelles Durchhaltevermögen ist beeindruckend und er behauptet selbst von sich ein "Getriebener" zu sein. Der ansonsten so ausdauernde Athlet hat aber noch eine ganz andere Seite zu bieten die so manchem bis dato verborgen blieb. Mit seinem Unternehmen "Kröll Art" ist der sympathische Mayrhofner äußerste erfolgreich und seine Arbeit kann sich sehen lassen. Kröll ist gelernter Maler und hat laufend dazugelernt und seine Arbeiten fallen durchaus in die Kategorie Kunst. Aber der Reihe nach: Was den Sport betrifft so hat alles im Gasthaus Breitlahner (Ginzling) angefangen. Der Onkel war's der Markus Kröll zum Sport gebracht hat denn selbiger ist nach der Arbeit oft zur Berliner Hütte hinauf gelaufen. "Zu Beginn war mein Onkel immer der Schnellere und ist mir meist entgegen gekommen wenn ich erst auf dem Weg nach oben war. Aber irgendwann hat sich das dann geändert und ich wurde besser", erklärt Markus Kröll. Den Streckenrekord beim Steinbockmarsch hält Kröll bis heute und im Jahr 1990 folgte der Weltmeistertitel im Berglauf. Kröll ist auch einer von fünf Österreichern der die Einzeldisziplin Berglauf beim Dolomitenmann gewonnen hat. Der 45-jährige Markus Kröll ist bei Salomon das zum AMER Konzern (Finnland) gehört unter Vertrag und hat weiterer Verträge mit z.B. Atomic, Preco und Wilson. "Durch die Vorträge die ich mache komme ich viel herum und lerne natürlich zahlreiche Leute kennen. Unter anderem war da auch RedBull Gründer Dietrich Mateschitz dabei der dann die Schaffung des Berliner Höhenwegs finanziell mit 100.000,- Euro gesponsert hat.

Die Symbiose
Für Markus Kröll ist es normal um 04:00 Uhr aufzustehen, entweder zu Fuß oder auf Skiern den Berg hinauf zu laufen und danach seiner Arbeit als Maler nazugehen. In der heimischen Stube z.B. hat Kröll ein Egger-Lienz Bild mit beeindruckendem Pinselstrich und Präzision gemalt. Er selbst sagt zwar von sich im Dauerstress zu sein doch so gestresst wirkt Markus Kröll gar nicht und das mag wohl an der Balance in seinem Leben zwischen Sport, Kunst und Familie liegen. "Bei mir ist es so, dass ich einfach nicht anders kann. Ich muss auf den Berg und ich muss aber auch malen um wieder herunter zu kommen. Es ist schwer zu erklären aber die Symbiose funktioniert perfekt", so Kröll.
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