31.10.2017, 12:20 Uhr

Eine unerträgliche Lärmdauersituation

Die Familien in der Transitforum-Gruppe „Xund’s Vomp“ pochen auf eine dauerhafte Lösung

VOMP (dw). Es ist der seit langen unerträgliche Autobahnlärm, welcher die Bewohner vom Vomper Ortsteil Dornach/Bachtal enorm belastet. Fritz Gurgiser von der Transitforum-Gruppe „Xund’s Vomp“ hat deshalb mit den Familien Gspan, Kirchebner, Muglach und Widschwendtner rund 500 Larmpegelmessungen im Mai und Juni 2017 (Tag und Nacht) durchgefuhrt, um auf die Lärmbelastung an der A 12 aufmerksam zu machen. Das Ergebnis ist erschreckend. Die Grenzwerte von 60 dB am Tag bis zu 160 % und jene in der Nacht von 50 dB in der Nacht bis 260 % überschritten worden. Wie schon vor Jahren fordern die Anrainer deshalb eine rasche Errichtung einer Lärmschutzwand von der Asfinag an der A 12.  "Der Larmschutz ist ja seit Jahrzehnten uberfallig und wir werden daher vehement darauf drängen, dass der Verursacher Asfinag dieses Problem endlich löst. Es ist auch vollkommen unverstandlich, dass die Asfinag allein aus den Lkw-Transiteinnahmen durch Maut und Roadpricing von Kufstein – Brenner pro Jahr rund 200 Millionen Euro kassiert und die Betroffenen dann wie Bittsteller und Bettler Jahrelang auf Larmschutz warten müssen. Wir werden daher zusammen mit der Marktgemeinde Vomp sowie mit der Tiroler Arbeiterkammer im Rücken alles daran setzen, dass in Zukunft Lärmschutzmaßnahmen vom Verursacher Asfinag bezahlt werden und der Lärmschutz schneller errichtet wird" so Transitforum-Gruppe „Xund’s Vomp“- Sprecher Fritz Gurgiser. Verärgert zeigt sich auch Betroffener Reinhard Schwitzer: "Die Belastungen sind in den letzten mehr als 20 Jahren immer stärker geworden, Ruhe im eigentlichen Sinn gibt es bei uns nicht mehr, ich muss mir hinter dem Haus eine Ecke suchen, wenn ich mich ein wenig erholen will. So auch Gerhard Steinlechner der betont, dass dieser Schutz allen zugute kommen soll, die in Vomp seit Jahrzehnten unter steigendem Lärm leiden. Auch Martina Wolf lässt ihren Ärger Luft: "Es macht mich sehr betroffen, dass wir als Gemeindebürger um dieses „Recht auf Gesundheit“, eine Selbstverständlichkeit in einem Land, welches überall auf der Welt mit Natur, Ruhe und Erholung wirbt, kämpfen müssen. Das ist für mich vollkommen unverständlich und wir werden uns mit allen Mitteln für unsere Gesundheit einsetzen". Laut Transitgegner Gurgiser ist noch im November eine Gesprächsrunde zwischen Anrainern, Asfninag und Gemeinde geplant.
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