23.10.2016, 18:34 Uhr

Kommt ein Nachtzug ins Zillertal?

Voraussetzung für jegliche Entwicklung ist die Bereitschaft der Gemeinden im Zillertal und Achental.

SCHWAZ (dw). Die Nachtschiene verkehrt derzeit an Wochenenden und an Feiertagen seit Mitte Dezember 2015 zwischen Innsbruck und Kufstein. Die Initiative hatte im Schwazer Gemeinderat ihre Geburtsstunde mit einem einstimmigen Beschluss mit dem Ziel den Regionightliner (Busverkehr) von Schwaz nach Wörgl zu verlängern. „Die Schiene war das richtige Ross auf das wir gesetzt haben. Die derzeitigen Fahrgastzahlen könnten mit einem Busverkehr nicht mehr bewältigt werden“, kann LAbg. Hermann Weratschnig berichten. Der Schwazer Umweltreferent war ja maßgeblich an der Umsetzung beteiligt und verhandelte mit den zuständigen Stellen. Die Nachtschiene verkehrt derzeit mit drei Kurspaaren zwischen Innsbruck und Kufstein. „Diese Woche knacken wir die 20.000er Schwelle bei den Fahrgästen. Die durchschnittliche Frequenz liegt bei 600 Kunden pro Nacht. Der Schienenverkehr ist pünktlicher, komfortabler, schneller, sicherer und belastbarer,“ meint Weratschnig und erklärt, dass zwei Security Kräfte für die Sicherheit der Fahrgäste sorgen. Die meisten Fahrgäste kommen aus Schwaz, Jenbach und Kufstein. „Für die Zukunft muss weiter das Fahrgastverhalten analysiert werden. Geplant wäre ein Ausbau des Angebotes mit Kleinbussen in die umliegenden Täler. Die Versorgung der ländlichen Regionen ist mir wichtig, weil das Inntal an der Bahntrasse liegend sowieso privilegiert ist,“ gibt Weratschnig einen Ausblick in die zukünftige Entwicklung. Angedacht ist eine Verbesserung des Angebotes im Achental, Zillertal und Brixental. „An einen Nachtzug der Zillertalbahn ist derzeit nicht gedacht. Voraussetzung für jegliche Entwicklung ist die Bereitschaft der Gemeinden im Zillertal und Achental. Wenn der Wille der Gemeinden, TVBs und Betriebe stärker vorhanden wäre, würde die Situation im Zillertal anders anschauen“, so Weratschnig.
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