22.11.2017, 10:17 Uhr

Luftqualität: Gurgiser geiselt die Umweltlandesrätin

BEZIRK/VOMP (fh). In einer kürzlichen Presseaussendung des Landes Tirol wurde verkündet, dass die Luft in Tirol besser werde. Umweltlandesrätin Ingrid Felipe ist für die Luftgüte in Tirol zuständig und erklärte: „Unsere Maßnahmen vom Luft-100er bis zu zahlreichen LKW-Fahrverboten wirken." Gleichzeitig kündigte sie die turnusmäßige dreijährige Evaluierung der Tiroler IG-L-Maßnahmen im Frühjahr 2018 an. „Wir werden untersuchen, welche Maßnahmen wir weiter brauchen, welche zusätzlichen Maßnahmen notwendig sind und welche Maßnahmen wir anpassen“, so die Landesrätin. Erst bei langfristig stabiler Luftgüte unter den erlaubten Höchstwerten und wenn keine Gefahr besteht, ohne Maßnahmen die Grenzwerte wieder zu überschreiten, stehen Maßnahmen zur Disposition. „Das ist aber für den Luft-100er, der den größten Anteil der Luftverbesserung bringt, momentan kein Thema", erklärt Felipe.

Gurgisers Gegenangriff

"Ingrid Felipe hat damit den von Hans Blindenberger begonnenen „Transitschwindel“, indem immer medienwirksam die Transitlaster verboten wurden, die es schon längst nicht mehr gab, konsequent fortgeführt und das Tor zum und vom Brenner sperrangelweit geöffnet. Für die menschliche Gesundheit ist es bedeutungslos, ob die JahresMITTELwerte um + 80 oder + 75 oder + 85 % überschritten werden – sie sind auf das Maß für die menschliche Gesundheit zu reduzieren. Das ist die Aufgabe für die Behörden und die Politik und nicht jahrelanges Feilschen um Ausnahmen ohne Ende", erklärt Fritz Gurgiser auf Anfrage der BEZIRKSBLÄTTER-Redaktion.

Schall und Rauch?

"Nun vor den Wahlen mit konstruierten Messvergleichen wieder so zu tun, als ob wir im Inntal gar „bessere Luft“ hätten, ist blanker Zynismus und Roßtäuscherei – denn dass uns mittlerweile der Klimawandel mit besserer Durchlüftung und weniger Inversionslagen die größte Stütze ist, sollte auch im Büro der letzten paar Grünen bekannt sein, die uns seit ihrer Regierungsbeteiligung in der Transitfrage in den Rücken gefallen sind und der Lkw-Transit-Lobby, die weder bei uns, noch in Deutschland oder Italien ihre Fahrzeugsteuern bezahlen und sich „Lenkrad-Lohnsklaven“ zu miesesten und menschunwürdigen Bedingungen halten, den „schwarz/grünen Teppich“ auf A12 und A13 ausgerollt haben", so Gurgiser weiter.
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